Hauenstein
Seibel verzichtet auf Beigeordneten-Amt
Der 63-Jährige führte „politische Gründe“ für seine Entscheidung an. Hauptgrund ist, dass es der parteilose Bürgermeister Patrick Weißler es ablehnt, den Beigeordneten Geschäftsbereiche zuzuordnen.
Nach der Kommunalwahl 2019 hatten FWG, SPD und Grüne ihre Koalition erneuert. Diese Koalition ist im Dezember 2020 zerbrochen. Einer der Gründe war die Wahl des von den Freien Wählern unterstützten Weißler zum Verbandsbürgermeister. Die Freien Wähler sind seither die größte Fraktion im Verbandsgemeinderat. „Ich wurde von einer Ratsmehrheit zum Beigeordneten gewählt, diese Mehrheit gibt es nicht mehr“, sagte Seibel am Dienstag vor der Ratssitzung. „Das fühlt sich nicht mehr gut an“, bemerkte er.
Für Seibel ein notwendiger Schritt
Seibel hatte sich dafür eingesetzt, dass die Beigeordneten eigene Geschäftsbereiche erhalten. Er habe das als „Entlastung für den Bürgermeister“ für sinnvoll erachtet. „Natürlich wäre es für die Verbandsgemeinde ein neuer Schritt gewesen, aber ein notwendiger Schritt“, betonte er. „Kein Mensch kann alle diese Entscheidungsherausforderungen alleine bewältigen“, betonte der Grünen-Fraktionsvorsitzende mit Blick auf die Aufgabenvielfalt, der sich der Bürgermeister gegenübersieht.
Seibel hatte sich für die Geschäftsbereiche Tourismus, Klimaschutz und Energiegesellschaft interessiert. „Ich hätte die Verbandsgemeinde gerne in einer Nische als Natursportregion etabliert“, sagte er und verwies auf die Laufveranstaltungen Wasgau-Cup und Wandermarathon, die er vorangetrieben habe.
Seibel scheidet nicht in Feindseligkeit aus dem Amt
Vor Kurzem habe es ein Gespräch zwischen der damaligen Koalition und Weißler gegeben, bei dem klar geworden sei, dass es keine Bereitschaft gebe, den Beigeordneten Geschäftsbereiche zuzuordnen. Deshalb ziehe er jetzt seine Konsequenzen, so Seibel. „Ich akzeptiere das, ich scheide auch nicht mit Feindseligkeit aus dem Amt. Ich werde mich weiter dafür einsetzen, dass wir die Verbandsgemeinde Hauenstein erhalten können.“