Bitsch Ausflugstipps: Was Sie in Bitsch unbedingt tun und was besser lassen sollten
Tipp 1: Skulpturen
Kunst im öffentlichen Raum und das auch noch zeitgenössisch: Diesen Anspruch hat der 1987 ins Leben gerufene Skulpturengarten in der Innenstadt. Die Kunstwerke aus Cortenstahl drehen sich um das Thema Frieden – passend für eine Grenzstadt wie Bitsch, die in ihrer Geschichte oft genug alles andere als Frieden erlebt hat.
Tipp 2: Lecker essen
Was wäre Frankreich ohne seine Esskultur? Wer einen Ausflug nach Bitsch macht, hat kulinarisch die Qual der Wahl. In der 5000-Einwohner-Stadt gibt es etliche Restaurants – für jeden Geschmack und Geldbeutel sollte sich etwas finden lassen. Wer gehobene kulinarische Ansprüche hat, wird sicher im „Le Strasbourg“ fündig. Hier kocht der Deutsche Lutz Janisch auf Sterne-Niveau.
Wer hingegen die französische Bistro-Küche bevorzugt, dem sei das „Aux Gourmand 10“ empfohlen. Auf der kleinen und ständig wechselnden Karte gibt es Hauptgerichte für rund 20 Euro.
Tipp 3: Porte de Strasbourg
Eines der historischen Wahrzeichen von Bitsch ist die Porte de Strasbourg. Das Tor war einst Teil der Stadtmauer und steht seit 1930 unter Denkmalschutz. Die Porte de Strasbourg ist eines der wenigen erhaltenen Elemente der früheren Stadtbefestigung, da große Teile der Mauern im 19. Jahrhundert abgetragen wurden. Das Tor ist ein beliebtes Fotomotiv bei Besuchern von Bitsch.
Tipp 4: Die katholische Kirche
Ein zwölfminütiger Film informiert Besucher über die Geschichte der katholischen Kirche von Bitsch. Sie ist der Heiligen Katharina von Alexandrien geweiht. Eine Statue der im dritten Jahrhundert geborenen Frau findet sich vor dem Altar. Wer den etwas versteckt liegenden Raum neben dem Eingangsbereich findet, kann dort den Info-Film in deutscher Sprache schauen. Dabei erfahren Besucher unter anderem, dass der Innenausbau der Kirche einst mit einer eigenen Getränkesteuer finanziert wurde.
Tipp 5: Die Zitadelle
Sie ist das weithin sichtbare Wahrzeichen von Bitsch: die hoch über der Stadt gelegene Zitadelle. Wer militärhistorisch interessiert ist und keine schwache Nerven hat, der sollte unbedingt in die Unterwelt der Militäranlage eintauchen. Bei einem Audio- und Videorundgang in deutscher Sprache erfährt man so einiges über die Geschichte der Zitadelle und ihrer Bewohner. Der Schwerpunkt liegt auf dem Krieg von Frankreich gegen Preußen (1870). Obwohl die Zitadelle von den Feinden aus Deutschland nicht eingenommen werden konnte, entschieden sich die Verteidiger ehrenhaft die Zitadelle zu räumen, nachdem Bitsch an die Deutschen gefallen war. Sehenswert sind zudem das kleine Militärmuseum sowie das Uhrwerk der ehemaligen Kapelle, die die Silhouette der Zitadelle prägt. Erwachsene zahlen zwölf Euro Eintritt für den Besuch der Befestigungsanlage.
Tipp 6: Golf spielen
„Sport ist Mord“, soll der frühere britische Premierminister Winston Churchill mal gesagt haben. Aber nichtsdestotrotz gibt es viele Menschen, die das anders sehen. Wer in Bitsch Sport treiben will, der kann das auf dem dortigen Golfplatz tun. 300 Mitglieder zählt der Golfclub und hat neben dem üblichen 18-Loch-Parcours noch eine Strecke mit neun Löchern für Anfänger und ältere Spieler.
Tipp 7: Galerie Bitche & Art
Viel wird über Transformation von Innenstädten geredet. Bitsch versucht es seit 2021 mit einer kleinen städtischen Kunstgalerie. Galerie Bitche & Art nennt sich das Projekt, das in einem sonst leerstehenden Ladenlokal in der Rue du Maréchal Foch 9 alle zwei Monate einen anderen Künstler präsentiert. Geöffnet ist die Galerie von Mittwoch bis Freitag 14 bis 18 Uhr sowie am Samstag von 14 bis 17 Uhr. Bis 28. Juni sind dort Malereien von Thomas Rebischung zu sehen.
Tipp 8: Der Jardin du Paix
Als eine Verbindung zwischen der Zitadelle und der Stadt fungiert der „Jardin pour la Paix“. Während die Eltern dort unterschiedlichste Pflanzen bestaunen können, kommen auch die Kleinen nicht zu Kurz. Über das Gelände verteilt gibt es verschiedene Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten. Seit 2003 verzichten die Verantwortlichen im Garten auf Chemikalien. Rund 22.000 Besucher schauen jährlich vorbei. Der Garten ist von Ende April bis Anfang Oktober geöffnet. Im Juli und August kann er täglich ab 11 Uhr besichtigt werden, sonst nur am Wochenende und an Feiertagen.
Tipp 9: Käse und Co.
Ein Besuch in Bitsch lässt sich sehr gut mit einem Einkauf in einem der beiden französischen Supermärkte verbinden. Dort gibt es natürlich vieles, das es auch (günstiger) in Deutschland gibt. Aber die Auswahl an Fisch, exotischen Früchten, Wein und Co. kann sich sehen lassen. Eine Empfehlung des Autors: korsisches Kastanienbier.
Tipp 10: Panorama-Picknick
Wer sich mit Baguette, Käse und anderen Leckereien ausgestattet hat, sollte die Leckereien am besten direkt vor Ort verzehren. Idealerweise geschieht das nicht auf dem Parkplatz vor dem Supermarkt, sondern bei einem Picknick. Dafür empfiehlt sich der Pfad, der um die Zitadelle führt. Von hier hat man nicht nur einen herrlichen Blick in die Vogesen und den Pfälzerwald, sondern auch über das ganze Städtchen.
Bloß nicht: Kasernen knipsen
Bitsch ist für Frankreich ein nach wie vor nicht zu unterschätzender Militärstandort. Auf dem Truppenübungsplatz ist das 16. Jägerbataillon der französischen Armee stationiert. Die Soldaten sind im Stadtbild nicht unbedingt wahrnehmbar. Wer jedoch die Straßen rund um die Kasernen abfährt, sollte darauf verzichten, die militärischen Liegenschaften zu fotografieren. Das Militär mag das ganz und gar nicht.