Grünstadt RHEINPFALZ Plus Artikel Warntag: Welches Problem es mit den Grünstadter Sirenen gibt

Soll zum bundesweiten Warntag losheulen: Die Sirene auf dem Grünstadter Feuerwehr-Haus.
Soll zum bundesweiten Warntag losheulen: Die Sirene auf dem Grünstadter Feuerwehr-Haus.

Zum bundesweiten Warntag an diesem Donnerstag werden Grünstadts Sirenen zum Sonder-Probealarm heulen. Installiert worden sind die Anlagen Anfang 2023, in einem Punkt gibt es an ihnen aber immer noch Zweifel.

Seit Anfang 2023 hat Grünstadt fünf neue Sirenen, doch beim ersten Test blieben vier der fünf Anlagen stumm: Nach Verwaltungsangaben hatte die Zentralsteuerung versagt, das System musste daher neu programmiert werden. Mittlerweile beschallen sie an jedem ersten Samstag im Monat zur Mittagszeit das Stadtgebiet für einen Probealarm. Und an diesem Donnerstag um 11 Uhr sollen sie für eine Sonder-Kontrolle aufheulen.

Entwarnung nach 45 Minuten

Denn Bund, Länder und Kommunen haben einen bundesweiten Warntag ausgerufen. Wenn die Heultöne erschallen, werden daher auch Test-Meldungen an Warn-Apps und Handys geschickt. 45 Minuten später soll dann die Entwarnung folgen. Die Grünstadter Stadtverwaltung führt gleich zwei Gründe für den Sinn des Ganzen an: Demnach geht es nicht nur darum, verschiedene Systeme auf Funktionsfähigkeit zu testen.

Das große Heulen und Handyschrillen soll die Menschen darüber hinaus auch dazu ermuntern, sich über Vorkehrungen für Katastrophenfälle und damit über ihre eigenen Schutz-Möglichkeiten zu informieren. Allerdings werden diesmal nicht alle in der Region vorhandenen Warnsysteme in Betrieb genommen. Sirenentests etwa sind nach Angaben der Kreisverwaltung nur in Grünstadt sowie in Bad Dürkheim geplant.

Stadtgebiet wirklich abgedeckt?

Ungenutzt bleiben nach Angaben einer Sprecherin diesmal zum Beispiel die beiden mobilen Sirenen- und Lautsprecheranlagen des Kreises Bad Dürkheim, die nach Bedarf auf verschiedene Fahrzeuge montiert werden können. Und auch der Donnersbergkreis hat vorab darauf hingewiesen, dass in seinem Gebiet nicht überall Heultöne erklingen werden. Begründung: Die Geräte würden ja ohnehin regelmäßig getestet.

In Grünstadt ist derweil weiter offen, ob die Sirenen tatsächlich das komplette Stadtgebiet hinreichend abdecken. Eigentlich sind ihre Standorte so konzipiert, dass ihr Geheule nahezu überall mit gut 60 Dezibel vernehmbar sein soll. Das entspricht ungefähr dem Lärmpegel eines zehn Meter weit entfernten Rasenmähers. Allerdings gibt es Zweifel daran, dass die Warntöne überall gut genug zu hören sind. Ein Rathaussprecher sagt: Diese Frage „wird noch abschließend geprüft.“

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