Frankenthal
Tränen nach Strohhutfestlauf: Achtjährige verliert geliebten Strohhut
Das Strohhutfest in Frankenthal war eine weitgehend friedliche und fröhliche Veranstaltung. Für ein acht Jahre altes Mädchen endete es aber in Tränen. Andreas Schuff, Sitzungspräsident des Frankenthaler Carneval Vereins (FCV), war am Sonntag mit seiner Familie beim Strohhutfestlauf. Seine Kinder, darunter die Achtjährige, machten beim Schülerlauf mit. Danach feuerten sie beim Hauptlauf die Erwachsenen an. Alle standen in der Karolinenstraße gegenüber dem Hotel Central.
„Noch verschwitzt wollten sie ihre Strohhüte noch nicht aufziehen“, erzählt Schuff. „Ich war gebeten worden, befreundete Läuferinnen und Läufer zu filmen und zu fotografieren. Also haben wir kurzerhand zwei Strohhüte über die Pfosten an den Fahrradständern an der Ecke der Karolinenstraße gehängt.“ Um 11.22 Uhr waren die beiden Strohhüte noch da, um 11.27 Uhr waren sie weg. Das belegt der Zeitstempel der Bilder, die Schuff am Sonntag gemacht hat. Was ist dazwischen passiert? Andreas Schuff kann es sich nicht erklären. Gestohlen? Hat jemand aus Versehen den falschen Hut mitgenommen? Alles möglich.
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Strohhut: Ganz viele Buttons und Erinnerungen
Aber was auch immer passiert sein mag: Bei der Tochter flossen viele Tränen. Denn: Der eine Strohhut, der auf einmal verschwunden war, hat eine Glitzernaht, ein braunes Band und etliche Buttons, die mit Erinnerungen verbunden sind. „Selbstgestaltete, von den Pfadfindern, Pälzer Mädel und auch die Strohhutfestbuttons von diesem Jahr und den letzten Jahren“, berichtet Schuff.
„Wenn jemand die Festbuttons klauen wollte – er soll sie behalten! Allein der Hut und die anderen Buttons wären bereits großartig“, hofft er, dass jemand den Hut seiner Tochter gefunden hat und ihn im Fundbüro abgibt. Der andere Strohhut, der jetzt weg ist, ist dagegen blank und ohne persönliche Andenken. Er hat für die Schuffs nicht denselben ideellen Wert wie das Exemplar mit den vielen Buttons und der Glitzernaht.
Hoffen aufs Fundbüro
Auf der Suche nach dem Hut hat sich die Familie bisher die Hacken abgelaufen. Schuff war unter anderem am Infopoint der Stadt am Seiteneingang des Frankenthaler Rathauses, wo während des Strohhutfests Fundsachen entgegengenommen wurden. Auch da: kein Strohhut. Aber vielleicht besteht noch Hoffnung. „Die Kollegen rechnen damit, dass in den nächsten Tagen noch einiges hinzukommt“, erklärt eine Sprecherin der Stadt Frankenthal auf Nachfrage der RHEINPFALZ.
Die „üblichen“ Fundstücke
Platzt nach einer Veranstaltung in der Dimension des Strohhutfests mit rund 200 000 Besuchern das Fundbüro nicht aus allen Nähten? „Die Funde belaufen sich auf eine der Veranstaltungsgröße angemessene Anzahl, es ist aber noch Platz im Fundbüro“, ergänzt die Pressesprecherin.
Bisher sei das abgegeben worden, was sich jedes Jahr findet: In der Hauptsache Brillen, Taschen, Schlüssel und Geldbeutel. Kuriose Funde seien nicht dabei gewesen. Stand jetzt auch kein Strohhut.
Kontakt
Wer etwas verloren hat und nachfragen möchte: Das Fundbüro der Stadt Frankenthal ist unter der Telefonnummer 06233 89518 zu erreichen.