Frankenthal
Landtagswahl am 22. März: So funktioniert die Briefwahl in Frankenthal
Die heiße Phase des Wahlkampfs hat endgültig begonnen: Seit dem Wochenende hängen in Frankenthal die Wahlplakate. Von den Laternenmasten lächeln einem die Kandidaten entgegen und werben um Stimmen.
Am 22. März wird der Landtag neu gewählt. Im Wahlkreis 35, der neben Frankenthal auch Bobenheim-Roxheim und die Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim umfasst, kämpfen sieben Bewerber um das Direktmandat: Christian Baldauf (CDU), Magali Leidig-Petermann (SPD), Lena Fröhlich (Bündnis 90/Die Grünen), Stefan Scheil (AfD), Daniela Schäfer (FDP), Jannik Stunz (Die Linke) und Burak Bagis (Volt).
Anteil der Briefwähler steigt
Viele Stimmen werden dabei längst nicht mehr erst am Wahlsonntag abgegeben, sondern schon vorher per Brief. Seit Jahren nimmt die Zahl der Briefwähler zu. Lag der Anteil der Briefwähler in Rheinland-Pfalz bei der Landtagswahl 2016 noch bei 30,6 Prozent, erreichte er 2021 mit 66,5 Prozent einen Höchstwert.
Das Statistische Landesamt führt diesen Rekord vor allem auf die Coronapandemie zurück. Danach sei der Briefwahlanteil bei Wahlen zwar wieder gesunken. Er habe aber weiterhin deutlich über dem Niveau vor der Pandemie gelegen: Bei der Bundestagswahl 2025 beantragten nach Angaben des Statistischen Bundesamts 32,3 Prozent der Wahlberechtigten Briefwahlunterlagen.
Unterm Strich spricht damit vieles dafür, dass auch 2026 wieder etliche Wähler ihre Stimme per Brief abgeben – weil sie im Schichtdienst arbeiten, weil sie am Wahltag verreist oder krank sind. Es gibt viele denkbare Gründe, warum jemand keine Möglichkeit hat, am 22. März seine Kreuzchen in der Wahlkabine zu machen und deshalb einen Antrag auf Briefwahl stellt. Bis spätestens 1. März erhalten die Wähler ihre Wahlbenachrichtigung. Briefwahl kann dann auf mehreren Wegen beantragt werden.
Briefwahlbüro
Ein Weg ist das Briefwahlbüro. In Frankenthal ist es ab Mittwoch, 18. Februar, geöffnet, wie die Stadt mitteilt. Es befindet sich im Rathaus, Sitzungssaal III, Zimmer 130 (Zugang über den Seiteneingang) und ist montags, dienstags und mittwochs von 8 bis 12 und 14 bis 16 Uhr, donnerstags von 8 bis 12 und 14 bis 18 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr geöffnet.
Kurz vor der Wahl ist das Briefwahlbüro am Freitag, 20. März, durchgehend von 8 bis 15 Uhr besetzt. Nach Angaben der Verwaltung ist dank einer Rampe ein barrierefreier Zugang möglich. Der Zugang über diese Rampe befindet sich in der Fischergasse. Telefonisch erreichbar ist das Briefwahlbüro unter der Nummer 06233 89 808.
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Post
Ein anderer Weg funktioniert per Post. Auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung ist ein Antrag aufgedruckt. Dieser Antrag muss ausgefüllt und unterschrieben werden. Er kann per Post an die Stadtverwaltung gesendet, in den Briefkasten am Rathaus eingeworfen oder persönlich abgegeben werden.
Auch der digitale Weg kann eingeschlagen werden. Der Antrag auf Briefwahlunterlagen kann per E-Mail an die Adresse briefwahl@frankenthal.de gestellt werden. Dabei müssen der Familienname, alle Vornamen, das Geburtsdatum und die Wohnanschrift (Straße, Hausnummer, Postleitzahl und Ort) genannt werden. „Darüber hinaus müssen Wählerverzeichnis- und Stimmbezirksnummer angegeben werden“, informiert die Stadt. Beide Nummern finden sich demnach auf der Wahlbenachrichtigung. Falls gewünscht ist, dass die Briefwahlunterlagen an eine von der Hauptwohnung abweichende Adresse geschickt werden, muss auch diese Adresse angegeben werden.
Online-Wahlscheinverfahren (OLIWA)
Einen weiteren digitalen Weg bietet das Online-Wahlscheinverfahren (OLIWA). Über die Plattform „RLPdirekt“ kann der Antrag ab Mittwoch, 18. Februar, auch per Onlineformular unter der Adresse https://tbk.ewois.de/IWS/startini.do?mb=204 gestellt werden. Auf der Wahlbenachrichtigung ist ein QR-Code aufgedruckt, der direkt zu dieser Adresse führt.
Versand ab 18. Februar
Die Briefwahlunterlagen werden ab dem 18. Februar verschickt und ausgegeben. Wahlberechtigte, die ihre Papiere bei der Stadtverwaltung selbst in Empfang nehmen, können direkt an Ort und Stelle wählen. Für den Versand des Wahlbriefs innerhalb Deutschlands muss kein Porto gezahlt werden. „Wer sich im Ausland befindet, muss den Wahlbrief ausreichend frankieren; die Kosten hierfür trägt der Briefwähler“, heißt es von der Stadtverwaltung.
Alternativ können Wahlbriefe auch in den Briefkasten am Haupteingang des Rathauses eingeworfen werden. In jedem Fall muss der Brief am Sonntag, 22. März, bis 18 Uhr der Stadtverwaltung vorliegen.
Im Netz
Weitere Informationen sind im Internet unter www.frankenthal.de/wahlen zu finden.