Frankenthal
Ballschule und Trainerlehrgang: Wie zwei Partner Sport fördern wollen
Gewaltprävention, Bewegung an Grundschulen, Ernährungsberatung, Kurse für Wasserrettung: Das Portfolio der Bernd-Jung-Stiftung ist breit. Auch in Frankenthal haben in der Vergangenheit bereits etliche Vereine von der Unterstützung profitiert. Immer im Fokus dabei: Kinder und Jugendliche in allen Altersstufen in ihrer Entwicklung zu fördern – mit eigenen Projekten, aber auch in Kooperation mit Partnern. Einer davon sind die Stadtwerke Frankenthal. Der Energieversorger bietet selbst vielfältiges Sponsoring im Kinder- und Jugendbereich, etwa bei Jugendfreizeiten, Integrationsangeboten und mit Trikots für Sportvereine.
Auftakt für eine engere, langfristige Kooperation zwischen Stiftung und Stadtwerken war im vergangenen Herbst. Mit je 1000 Euro Anschubfinanzierung konnten beide Partner dem Frankenthaler Schwimmverein ermöglichen, Kurse für gehörlose Kinder anzubieten. Das Projekt soll weiterhin jährlich mit einem dreistelligen Betrag bezuschusst werden, sichert Sandra Habel, bei den Stadtwerken zuständig für Sponsoring, im Pressegespräch zu. Darüber hinaus wollen Stadtwerke und Bernd-Jung-Stiftung zwei weitere Vorhaben aus dem Bereich Sport gemeinsam angehen.
Trainer gesucht
Nach dem Vorbild der beliebten Ball- und Bewegungsschulen in Bobenheim-Roxheim, die es inzwischen seit 16 Jahren gibt und für die wegen der großen Nachfrage Wartelisten geführt werden, will Harald Stark, Geschäftsführer der Bernd-Jung-Stiftung, ein solches Angebot auch in der Nachbarstadt etablieren. Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren können dabei in Gruppen von zwölf bis 15 Teilnehmern und unter fachlicher Anleitung spielerisch verschiedene Sportarten ausprobieren. Angedacht sei ein Start nach den Sommerferien. Die Stiftung stelle neben dem Material die Übungsleiter. Diese werden sportwissenschaftlich durch die Universität Heidelberg begleitet. Bewerben könnten sich auch Trainer aus Frankenthaler Vereinen. „Uns ist wichtig, dass die Kinder Sport treiben – welche Sportart ist zweitrangig“, betont Stark. Durch die Ball- und Bewegungsschule könnten auch die Vereine neue Mitglieder gewinnen, so seine Erfahrung. Offen ist noch, welche Halle genutzt werden kann. Bei der Suche hat Oberbürgermeister Nicolas Meyer (FWG) die Hilfe der Stadt zugesichert.
Sponsoring soll bekannter werden
Respekt, Kooperation und Teamgeist: Wie Sport diese Werte vermitteln und stärken kann, ist Thema eines zweitägigen Lehrgangs namens „Team-Up“. Vereine mit eigener Jugendabteilung können sich für die Teilnahme bewerben, die Kosten tragen Stadtwerke und Bernd-Jung-Stiftung. Die etwa 15 bis 20 Plätze könnten auch von mehren Vereinen gemeinsam genutzt werden, betont Petra Stölzle, bei der Stiftung zuständig für PR und Koordination. Der Kurs könne Vereine bei der immer schwieriger werdenden Suche nach Trainern unterstützen. Gestellt werden müssen ein Seminarraum für die Theorie sowie eine Halle oder ein Sportplatz für den praktischen Part.
„Viele Vereine wissen nicht, welche Fördermöglichkeiten es gibt“, so die Erfahrung von OB Meyer. Sponsoring und Zuschussprogramme sollen deshalb bei der zweiten stadtweiten Vereinskonferenz in der zweiten Jahreshälfte vorgestellt werden. Auch Stadtwerke und Bernd-Jung-Stiftung wollen diese Gelegenheit nutzen, ihre Kooperationsangebote noch bekannter zu machen.
Kontakt
Interessenten für den Lehrgang „Team-Up“ können sich per E-Mail an stiftung@bernd-jung-stiftung.de melden. Auskunft über vielfältige Förderangebote für Vereine gibt auch die Ehrenamtskoordinatorin der Stadt, Jennifer Speiger, die unter Telefon 06233 89-279 und per E-Mail an jennifer.speiger@frankenthal.de, erreichbar ist.