Donnersbergkreis RHEINPFALZ Plus Artikel Testzentren ziehen positive Bilanz

Beim Testen in der Donnersberghalle in Rockenhausen haben DRK und Feuerwehr zusammengearbeitet.
Beim Testen in der Donnersberghalle in Rockenhausen haben DRK und Feuerwehr zusammengearbeitet.

Am 11. Oktober ist das kostenlose Angebot „Testen für Alle“ eingestellt worden. Auch die meisten Schnelltestzentren im Donnersbergkreis sind nun wieder abgebaut worden. Die Bilanz vom Testangebot ist durchweg positiv. Nicht nur die Leute, die getestet wurden, haben davon profitiert.

Für ein paar Monate haben sie eine bedeutende Rolle gespielt: die Schnelltestzentren im Donnersbergkreis. Ob es um die Sicherheit ging, den Virus nicht zu haben, um entspannt Verwandte zu besuchen, oder um endlich mal wieder auf eine Veranstaltung zu gehen, die Zentren waren für viele Menschen ein Anlaufpunkt. Anfang Oktober wurde das kostenlose „Testen für Alle“-Angebot nun eingestellt und damit sind die meisten Testzentren im Kreis geschlossen worden.

So auch zum Beispiel das Corona-Schnelltestzentrum des DRK-Ortsvereins Münchweiler/Alsenz. Zwischen März und Oktober wurden dort an 98 Testtagen 12.515 Testabstriche von den 30 Aktiven im Team gemacht. Neun positive Corona-Tests wurden dabei registriert. In der VG Winnweiler gab es zunächst vier Schnelltestzentren in Münchweiler, Börrstadt, Winnweiler und Imsbach, seit Juli wurde nur noch in Münchweiler und Winnweiler getestet.

Positiver Aspekt in Corona-Zeit

DRK-Schriftführer Volker Lommel berichtet, dass es für diesen ehrenamtlichen Einsatz großes Lob und viele positive Rückmeldungen gab. Gehbehinderte oder Rollstuhlfahrer wurden etwa in ihren Fahrzeugen vor dem Zentrum getestet, um ihnen die Sache zu erleichtern. „Das Betreiben des Testzentrums hat unseren Verein sehr gestärkt und auch das Ansehen im Ort. Es gab deutliche Zugewinne an aktiven und passiven Mitgliedern“, erzählt Lommel. „Das war wirklich einer der positiven Aspekte in der Corona-Zeit.“

Nebenbei ruhten die anderen Aufgaben des DRK-Ortsvereins nicht, so wurden parallel Blutspende-Aktionen durchgeführt, es gab First-Responder-Einsätze, Sammelaktionen für die Flutopfer im Ahrtal und Einsätze im Katastrophengebiet.

Durchweg positive Rückmeldungen

Von einem Erfolg spricht auch Arno Scheu, Mitarbeiter der Ordnungsbehörde, der von der VG Kirchheimbolanden für das Testzentrum in Kibo zuständig war. Zwar war der Anfang etwas holprig, erinnert er sich. Auf Bitte der Bevölkerung „wurde das quasi aus dem Boden gestampft“, erzählt Scheu. Die Suche nach Räumlichkeiten und die Organisation sei zuerst nicht ganz einfach gewesen. Doch dann wurde Platz auf dem Schillerhain am Sportplatz gefunden und die Mitarbeiter des Kibobads – das wegen Corona nicht öffnen durfte – übernahmen den Betrieb.

7360 Tests wurden bis zum 31. Juli von 16 Helfern durchgeführt, sieben positive Tests wurden registriert. Zwischendurch zog die Teststelle um, wurde ans Kibobad verlegt, damit sowohl der Betrieb im wieder geöffneten Schwimmbad als auch im Testcenter aufrechterhalten werden konnte. „Wir sind mit dem ganzen Projekt sehr zufrieden gewesen und haben auch durchweg positive Rückmeldungen bekommen“, berichtet Scheu. Auch von weiter weg seien die Leute wegen des „guten Teams“ gerne gekommen.

Im August wurde das Testzentrum dort frühzeitig geschlossen, Hauptgründe waren die neue Pflicht, die Ergebnisse zu digitalisieren, wozu die Möglichkeiten fehlten, und damit die Mitarbeiter wieder ihre eigentliche Tätigkeit voll ausführen können.

Ein Stück Freiheit wiedergegeben

Auch Timo Blümmert ist sehr zufrieden. Der VG-Wehrleiter war der Koordinator für die acht Testzentren, die von der VG Nordpfälzer Land in Rockenhausen, Münsterappel, Waldgrehweiler, Marienthal, Gundersweiler, Dielkirchen, Alsenz und Sankt Alban betrieben wurden. „Die Bilanz ist sehr positiv. Nach anfänglicher Zurückhaltung wurde das Testangebot mehr als gut angenommen.“ Gar nicht genug danken könne er den 240 Freiwilligen von Feuerwehr, DRK und den anderen ehrenamtlichen Helfern, die in den sieben Monaten jeden Abend und auch an den Wochenenden den Testbetrieb am Laufen gehalten haben.

„Wir waren froh, in dieser Zeit den Menschen ein Stück Freiheit wieder geben zu können“, sagt Blümmert. Das habe auch den Zusammenhalt bei der Feuerwehr extrem gestärkt. Nach offizieller Statistik der Verbandsgemeindeverwaltung sind im Testzeitraum 8. März bis 8. Oktober 12.573 Tests durchgeführt worden, von denen neun Tests positiv waren.

Test bei Ärzten und in Apotheken

Eine gesamte Test-Statistik für den Donnersbergkreis gibt es laut Kreisverwaltung nicht, da es zu viele verschiedene Betreiber gab, die gar nicht alle gemeldet waren oder nicht alle ihre Zahlen weitergegeben haben.

Einige Möglichkeiten, sich testen zu lassen, gibt es immer noch im Kreis, hauptsächlich in Arztpraxen und Apotheken. Eine Übersicht findet man zum Beispiel unter covid-19-support.lsjv.rlp.de/hilfe/covid-19-test-dashboard/. Wenn man dort im Suchfeld „Donnersbergkreis“ eingibt, werden noch 16 Ergebnisse angezeigt.

Zunächst am Schillerhain von Mitarbeitern des Kibo-Bades betrieben, zog das Testzentrum in Kibo später direkt ans Hallenbad um.
Zunächst am Schillerhain von Mitarbeitern des Kibo-Bades betrieben, zog das Testzentrum in Kibo später direkt ans Hallenbad um.
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