Donnersbergkreis
„Impfzentrum light“: Im Donnersbergkreis soll kommunale Impfstelle entstehen
Die Idee, eine kommunale Impfstelle aufzubauen, sei eine Reaktion auf „die große Nachfrage nach Impfungen“, sagt Reiner Bauer, der bis September das Landesimpfzentrum in Kirchheimbolanden für die Kreisverwaltung betreut hatte. „Die Drähte laufen bei uns seit einigen Tagen im Kreishaus heiß“, schildert Landrat Rainer Guth. Für die erste Aktion der von der Kreisverwaltung ausgerufenen „Donnersberger Impftage“ – Impfungen am Freitag im Kreishaus – waren die knapp 200 Termine am Mittwochmorgen in nicht einmal zehn Minuten vergeben. Auch an den Impfbus-Stationen ist die Nachfrage immens: In Rockenhausen mussten die Impfwilligen am Mittwoch mehrere Stunden anstehen.
Schlanker als die Impfzentren
In der kommunalen Impfstelle sollen zu regelmäßigen Terminen Corona-Schutzimpfungen angeboten werden. An welchem Ort im Donnersbergkreis diese Impfstelle sein wird, das klären die Verantwortlichen derzeit. „Verfügbarkeit, Zentralität, Erreichbarkeit, das sind alles Kriterien“, sagte Bauer am Donnerstagabend auf RHEINPFALZ-Nachfrage. Auch wie die Öffnungszeiten aussehen werden, ist noch nicht klar. Zu knapp sollen sie aber nicht bemessen sein: „Es bringt ja nichts, das tröpfchenweise zu machen, wir brauchen in jedem Fall schlagkräftige Aktionen“, so Bauer. Man wolle „ein regelmäßiges Angebot schaffen“. Ergänzt werden soll es um kommunale Mobile Impfteams.
Im Großen und Ganzen solle die Impfstelle den bekannten Impfzentren ähneln, allerdings „einen Tick schlanker, einen Tick niederschwelliger sein“, wie Bauer erläutert. Lange Vorlaufzeiten sind auch nicht eingeplant: „Im Idealfall“, so sagt Bauer, könne es Ende der ersten Dezemberwoche so weit sein. Bauer: „Wir sind mit Hochdruck dabei, alles festzuzurren.“
Anmeldeportal ab Freitag, 9 Uhr
Da es sich nicht um ein offizielles Impfzentrum handelt, wird die Anmeldung auch nicht über die Terminvergabeportale des Landes erfolgen. Der Kreis plant mit einem eigenen Buchungsportal – einen Testlauf mit einem eigenen System habe man ja bereits am Mittwochmorgen bei der Anmeldung für die Impfaktion im Kreishaus gehabt, schildert Reiner Bauer.
Weil bei dieser Aktion die Termine für den Impfnachmittag am Freitag so schnell vergriffen waren, haben die Verantwortlichen kurzfristig eine weitere Impfaktionen im Kirchheimbolander Kreishaus vereinbaren können: für Samstag, 27. November, von 9 bis 16 Uhr. Dafür wurden 300 Impfdosen des Herstellers Moderna beschafft, die Impfwilligen ab 30 Jahren verabreicht werden können. Anmeldungen sind am Freitag, 26. November, ab 9 Uhr möglich. Dann steht ein Anmeldeportal unter www.donnersberg.de zur Verfügung. Wer keinen Zugriff auf ein Onlineportal hat, kann sich von 9 bis 11 Uhr an die Telefonhotline 06352 710-490 wenden, allerdings sollte wenn möglich die Online-Variante genutzt werden. Verabreicht werden Erst-, Zweit- sowie Auffrischungsimpfungen.
Impfaktion in Winnweiler ohne Anmeldung
Wie schon für den Freitag hätten sich für den Samstag etliche Menschen kurzfristig bereiterklärt, „außerhalb ihrer Arbeitszeit, zum Teil auch ehrenamtlich zum Wohle der Bevölkerung mitzuhelfen. Ebenso ist auch die Bereitschaft für den Betrieb einer solchen Impfstelle vorhanden“, sagte Landrat Rainer Guth. Bei der Impfstelle gibt es eine Kooperation mit dem DRK-Kreisverband, zudem kommen Mitarbeiter der Kreisverwaltung zum Einsatz.
Wie geplant weiter geht es mit den „Donnersberger Impftagen“: Geimpft wird am Samstag, 27. November, auch in Winnweiler. Dort bietet die Verbandsgemeinde in Zusammenarbeit mit dem DRK-Ortsverein unter dem Titel „Gemeinde-Impfungen“ von 10 bis 16 Uhr Corona-Schutzimpfungen in der Albert-Schweitzer-Realschule plus an. Dafür ist keine Anmeldung erforderlich.