Donnersberger Echo
Die große Hilfsbereitschaft im Kreis sowie redaktionsinterne Parkplatzprobleme
Viel Menschlichkeit und Empathie im Donnersbergkreis
Und so lässt sich in der schlimmsten Krise doch immer noch das Gute entdecken. Die Bilder, die uns seit mehr als einer Woche aus dem Norden unseres Bundeslandes, aber auch aus Nordrhein-Westfalen erreichen, sind nicht dazu geeignet, schnell verarbeitet und ad acta gelegt zu werden. Weder können sie das, noch sollen sie das. Die Not und das Leid, die von einem auf den anderen Tag ohne Vorwarnung zugeschlagen haben, sind schier unvorstellbar.
Wo da das Gute bleibt? Nun, das Gute, das sind die Hilfs- und Spendenbereitschaft derjenigen, die von dieser Katastrophe nicht betroffen waren, die in der Vielzahl der Fälle wohl auch keines der Opfer persönlich kennen. Und die trotzdem helfen. Einfach nur aus Mitgefühl und gesundem Menschenverstand.
Ganz ehrlich: Wie oft fluchen wir alle über diese moderne Welt, mit all ihrer Anonymität, mit den vielen ausgefahrenen Ellbogen und dem grenzenlosen Egoismus?! Dass sich in dieser Welt dann doch so viele darauf besinnen, wie wichtig es ist, in Krisen füreinander einzustehen, das ist für mich definitiv eine gute Nachricht.
Ganz besonders beeindruckend ist die Hilfsbereitschaft im Donnersbergkreis. Die vielen tollen Aktionen verlangen den Organisatoren einiges ab. Ob Musikveranstaltungen – erschwert durch die pandemiebedingten Hygieneverordnungen –, sportliches Benefizkräftemessen oder die vorbildliche Kindergärten-für-Kindergärten-Aktion, die ihren Start in Göllheim genommen hat: Das Engagement ist immens und beispielhaft.
Das gilt nicht minder für die Spendenbereitschaft der Donnersberger. Schon Mitte der Woche vermeldete die Initiative für Menschen in Not einen sechsstelligen Spendenstand. Dass aus unserem Landkreis zudem zahlreiche Einsatzkräfte tatkräftig mit anpacken in den Katastrophengebieten – vom ersten Tag an –, auch darüber haben wir vielfach berichtet.
Diese enorme Hilfsbereitschaft mag vielleicht auch damit zusammenhängen, dass die Katastrophe für viele Menschen bei uns im Kreis noch viel näher, viel greifbarer ist als sie es ohnehin schon durch die räumliche Nähe zu sein vermag. Denn die schlimmen Bilder aus dem Moscheltal (und auch dem Appeltal) liegen noch nicht wirklich lange zurück. So groß damals die Dankbarkeit für jede Unterstützung war, so groß ist nun die Bereitschaft, selbst zu helfen.
Aus welchen Bausteinen auch immer sich diese kaum in Worte zu fassende Hilfsbereitschaft zusammensetzt, die der Donnersbergkreis aufbringt: Sie spricht für ganz viel Empathie, für ganz viel Menschlichkeit und für eine echte Machermentalität, die unseren Landkreis auszeichnen.
Die Rüpel-Parker aus der Redaktion
Wie es wohl mit der Parkraumbewirtschaftung in Kirchheimbolanden weitergeht? Darauf ist unsere gesamte Redaktion in der Kleinen Residenz jedes Mal sehr gespannt, wenn der Stadtrat sich mit dieser Frage befasst (befassen muss). Nun wird das Thema also im Ausschuss behandelt. Wir behalten es im Auge, wie es weitergeht. In erster Linie natürlich deshalb, weil wir Sie, liebe Leserinnen und Leser, darüber informieren wollen.
Aber auch aus ureigenem Interesse. Denn für all die, die in der Kirchheimbolander Innenstadt arbeiten, ist kostenfreies Parken natürlich ganz, ganz wichtig – nicht nur, weil sie womöglich Kundschaft erwarten, die doch bitte problemlos das Auto abstellen können soll. Sondern auch wegen des eigenen Fahrzeugs.
Und da kommt die Redaktion ins Spiel. Denn: Da derzeit zwar alle Parkplätze kostenlos sind, sehr viele jedoch nur mit Parkscheibe und nur für einen begrenzten Zeitraum nutzbar sind, bleibt’s für den Berufstätigen am Ende doch nicht so ganz ohne Kosten. All zu oft vergisst man im stressigen Alltag den abgestellten Wagen und erlebt am Abend eine böse Überraschung unter dem Scheibenwischer.
Großartige Dienste leistet da in der Redaktion übrigens Assistentin Vera Curschmann mit ihrem liebevoll gestalteten „Umparken!!!“-Erinnerungsschild, das sie immer mal wieder morgens auch vor meinem Bildschirm platziert. Allerdings hat sie es in jüngster Vergangenheit immer seltener an die Kollegen vergeben und immer öfter am eigenen Computer stehen. Denn während des liebevollen Kümmerns, dass auch ja niemand einen unnötigen Strafzettel kassiert, ist sie selbst auf Rang zwei der redaktionsinternen Knöllchenliste aufgestiegen (zugegebenermaßen: hinter dem Autor dieser Zeilen). Vielleichen basteln wir ja demnächst in einer sonnigen Mittagspause weitere Erinnerungsschilder ...