Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Mehr Fußball im Free-TV versprochen: RTL verteidigt offensiv

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RTL will mit dem Kauf von Sky in der Erfolgsspur bleiben und der Konkurrenz die Stirn bieten. Sportfans können profitieren.

Viele Fernsehzuschauer sind enttäuscht, wenn ihnen etwas entgeht. Vor allem Fußballfreunde. Gerade sorgte der Champions-League-Hit zwischen Bayern München und Real Madrid für Gesprächsstoff unter Arbeitskollegen und Schulkameraden. Live zu sehen war das spektakuläre Rückspiel, das München 4:3 gewann und damit ins Halbfinale einzog, nur im Bezahlangebot von DAZN, das Hinspiel bei Amazon Prime. Ein Abo hier, ein Abo dort, um Top-Live-Sport zu schauen. Das ist vielen ein Ärgernis, aber üblich. Und das wird auch ab 11. Juni bei der Fußball-WM so sein: Einige Spiele werden nur gegen Bezahlung beim Telekom-Dienst Magenta gezeigt.

Längerfristig niedrigere Kosten durch Job-Abbau

Die RTL Group verspricht nun mit der Übernahme des Bezahlsenders Sky mehr Live-Sport im frei empfangbaren RTL-Fernsehen, etwa mehr DFB-Pokalspiele. Aber natürlich will die einträglichste Sparte des Medienkonzerns Bertelsmann vor allem Geld verdienen. Dazu sollen längerfristig niedrigere Kosten beitragen. Das bedeutet auch Stellenabbau. Aber für europäische Unternehmen heißt es im TV- und Bezahl-Streaminggeschäft, sich gegen die starke US-Konkurrenz um Netflix und Amazon zu wappnen.

RTL muss zeigen, dass es mit Sky Geld verdienen kann

Auch unter diesem Aspekt hat die EU-Kommission RTL die Expansion genehmigt. RTL ist im Gegensatz zu Sky – einst „Premiere“ – seit Langem wirtschaftlich erfolgreich. Nun will und muss RTL zeigen, dass es, anders als die Vorbesitzer, auch mit Sky ordentlich Geld verdienen kann.

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