Lambrecht
Kita-Ausbau: Weniger Plätze nötig als ursprünglich vermutet
17 Kita-Plätze fehlen nach Einschätzung der Kreisverwaltung Bad Dürkheim in Lambrecht im kommenden Jahr. Um diesen Bedarf zu decken, entstehe auf dem Tuchmacherplatz eine provisorische Einrichtung, außerdem sei ein Neubau geplant, heißt es in der Antwort des Kreises auf eine RHEINPFALZ-Anfrage. Für den dreigruppigen Neubau, den die Stadt auf dem Bouleplatz und dem Wohnmobil-Stellplatz neben dem Gemeinschaftshaus bauen will, liege inzwischen eine Baugenehmigung vor, teilte Tanja Bundenthal-Beck (FWG), Beigeordnete der Stadt, mit. Die Ausschreibung der Arbeiten werde derzeit vorbereitet.
Bei der Übergangslösung auf dem Tuchmacherplatz werden indes weniger Betreuungsplätze und damit weniger Container benötigt als ursprünglich vermutet. In einem ersten Schritt sollen Container für 25 Kinder aufgestellt werden. Dort einziehen sollen auch die 22 Kinder, die derzeit im eingruppigen Provisorium „Mullewapp“ im Gemeinschaftshaus betreut werden.
Container zum neuen Kita-Jahr
Für die Container liegt nach Angaben von Bundenthal-Beck seit einiger Zeit eine Baugenehmigung vor. Auch seien sie bereits beim günstigsten Anbieter zum Preis von 156.000 Euro bestellt worden. Bei der Bestellung sei allerdings nicht bemerkt worden, dass die Angebote einige in der Ausschreibung vorgesehenen Leistungen nicht enthalten, darunter ein sogenannter Unterkriechschutz, durch den verhindert werden soll, dass Kinder unter die Container krabbeln. Außerdem Podeste zum Betreten der Container, ein Anschluss für eine Waschmaschine sowie ein Klapp-Wickeltisch. Dafür werden laut Bundenthal-Beck weitere Kosten von knapp 37.000 Euro anfallen. Die Aufträge müssen noch vergeben werden.
Laut Bundenthal-Beck beträgt die Lieferzeit nach der Erteilung des Auftrags sechs bis acht Wochen. Geplant ist, dass die Container zum neuen Kindergartenjahr, das am 7. August startet, genutzt werden können.
Mit dem Neubau soll laut Kreisverwaltung die Kita-Landschaft der Stadt zukunftsfähig aufgestellt und die kommunale Kita „Rappelkiste“ entlastet werden. Unterdessen sind in der protestantischen Kita „Arche Noah“ die genehmigten Plätze von 72 auf 66 reduziert worden, ebenfalls reduziert wurden die Plätze in der katholischen Kita. Laut Kreisverwaltung sollen damit die Einrichtungen entlastet werden. Die protestantische Kita, die gerade rundum erneuert wurde, sieht das ein bisschen anders. Die Einrichtung könnte, wenn sie die Genehmigung dafür hätte, im kommenden Jahr sechs weitere Kinder aufnehmen, erklärte Kita-Leiterin Uschi Theis. Dass in Lambrecht die Anzahl der benötigten Kita-Plätze letztlich niedriger ist als zunächst prognostiziert, habe sie in den vergangenen 28 Jahren, in denen sie in der Stadt als Erzieherin arbeite, immer wieder erlebt.
Die Frage, ob die Anzahl der genehmigten Kita-Plätze überall im Landkreis reduziert wurde, verneinte die Kreisverwaltung. In manchen Gemeinden sei sie auch erhöht worden.
Info
Das Thema Kita-Neubau/Provisorium steht am Dienstag, 9. Juni, auf der Tagesordnung der Stadtratssitzung (Sitzungssaal Bürgermeisteramt, 19 Uhr).