Politik
Kurt Beck wird 70 [Mit Bildergalerie]
Porträt: 18 Jahre lang war Kurt Beck Ministerpräsident in Rheinland-Pfalz. Der Mann aus dem südpfälzischen Steinfeld hat es zu großer Popularität gebracht. Wie er vor sechs Jahren seine Nachfolge geregelt hat, nötigte auch politischen Gegnern Respekt ab. Am Dienstag wird der Sozialdemokrat aus der Südpfalz 70 Jahre alt. Sein Arbeitspensum ist auch im Ruhestand noch enorm.
Etwa 60 Arbeitsstunden pro Woche dürften es noch sein, schätzt Kurt Beck. Mehr als 18 Jahre lang war der Mann aus Steinfeld im Landkreis Südliche Weinstraße Ministerpräsident. Rastlos, unermüdlich – manchmal auch bis an die Grenzen der Belastbarkeit. Aus Sicht seiner Frau sehe der Terminkalender heute nicht viel anders aus als früher, sagt Kurt Beck lachend. Doch sein Empfinden sei ein anderes, der Alltagsdruck im Amt des Regierungschefs sei nicht mehr. 60 Stunden sind kein Problem.
Mehrere Ehrenämter und viele Termine
Am Dienstag wird Beck 70 Jahre alt. Seine Ehrenämter sind auch im Ruhestand zahlreich. Am stärksten in Anspruch nimmt ihn der Vorsitz der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung. Sie trägt den Namen des ersten Reichspräsidenten der Weimarer Republik. Dort an der Spitze zu stehen, erfüllt einen wie ihn mit Stolz, der jahrzehntelang Politik gemacht hat und im Zenit seiner Karriere einer der einflussreichsten Ministerpräsidenten in der Bundesrepublik war. Drei Tage pro Woche ist Kurt Beck bei der Ebert-Stiftung in Bonn oder Berlin, dazu kommen oft weitere Termine im In- und Ausland. Im Dezember ist er erneut für zwei Jahre zum Vorsitzenden gewählt worden. Es sei die „letzte Runde“, sagt Beck. Alles habe seine Zeit.