Meinung
Klimaschutz und 1,5-Grad-Ziel: Alarmierende Botschaft
In der Pfalz kratzt die Temperatur die 30-Grad-Marke und auch die Wettervorhersage verspricht Sonnenschein und kaum Regen. Eigentlich Superaussichten – wenn da nicht dieses mulmige Gefühl wäre: Gibt es erneut einen „Jahrhundertsommer“, wie schon 2003, 2016, 2018 ... Sprich: Macht sich der Klimawandel wieder stark mit unbarmherziger Hitze bemerkbar?
Zurzeit ist das Klimathema aus den Schlagzeilen verschwunden. Diese werden dominiert vom Krieg in der Ukraine. Doch im Hintergrund läuft der Klimawandel eben weiter – das ist auch die Botschaft des jüngsten Berichts der Weltorganisation für Meteorologie. In gewohnt trocken-wissenschaftlicher Sprache wird dargelegt: Das Risiko, dass das 1,5-Grad-Ziel nicht eingehalten werden kann, ist massiv gestiegen. Dabei haben sich die Regierungen 2015 in Paris dazu verpflichtet, alles zu unternehmen, damit sich die globale Durchschnittstemperatur bis 2100 möglichst nicht über diese Schwelle hinaus erhöht. Die Botschaft der Meteorologen ist also eine ziemlich alarmierende.
Es gibt keine Pause-Taste
Selbst wenn am Oberrheingraben keine fast 50 Grad Celsius erreicht werden dürften – wie es derzeit in Indien der Fall ist –, so kann der fortschreitende Klimawandel auch in Deutschland das Leben vieler Menschen quälend bis gefährlich werden lassen. Es ist ein Irrglaube zu denken, Klimaschutz könne mal eben auf Pause gestellt werden – in Deutschland oder anderswo.