Politik Fragen und Antworten: Umgang mit Kreidezähnen

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Was können Kinder und ihre Eltern tun, um der Entstehung von Kreidezähnen entgegenzuwirken?

Zum derzeitigen Zeitpunkt leider nichts. Es müssen ja erst die Ursachen für das Entstehen der fehlgeschlagenen Mineralisation gefunden werden. Es bleibt damit nur die Möglichkeit, die betroffenen Zähne zu therapieren. Wie sieht das aus? Vicky Ehlers von der Mainzer Johannes-Gutenberg-Universität zufolge richtet sich die Behandlung am Schweregrad der MIH aus. „Bei leichten Formen kann der Zahn mit einer Füllung, bei der moderaten Form mit einer Krone versorgt werden.“ Bei schweren Formen, so die Oberärztin, muss der Zahn gezogen werden. Ein zusätzliches Problem dabei ist: Während eine Prävention von Kreidezähnen (derzeit) nicht möglich ist, steigt durch die raue, schlecht zu reinigende Oberfläche der MIH-Zähne die Kariesgefahr. Um ihr zu begegnen, bleiben vor allem Maßnahmen mit Fluor. Gab es auch früher Kreidezähne? Erstmals wurde das Problem zu weicher Zähne bei Kindern 1987 beschrieben. Im Jahr 2001 sind die Symptome unter einem einheitlichen Namen zusammengefasst worden: Molare Inzisive Hypomineralisation. Aufgrund des starken Rückgangs beim Kariesbefall (aufgrund besserer Mundhygiene und des Einsatzes fluorhaltiger Zahncremes) ist es für Mediziner durchaus denkbar, dass Kreidezähne früher schlicht für kariös gehalten worden sind.

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