Meinung Der nächste Nackenschlag für Galeria

Erneut in Notlage: der Warenhauskonzern Karstadt-Kaufhof.
Erneut in Notlage: der Warenhauskonzern Karstadt-Kaufhof.

Damit Karstadt-Kaufhof überleben und gegen den Online-Handel bestehen kann, ist ein mutiger neuer Investor vonnöten.

Dass der 2018 fusionierte Warenhauskonzern Karstadt-Kaufhof erneut in finanzielle Not geraten ist und der Gang zum Insolvenzgericht unausweichlich wurde, liegt nicht am schlechten operativen Geschäft. Schuld ist der Mutterkonzern Signa: Seit November steht das kaum überschaubare Firmengeflecht des einstigen Investorenlieblings René Beno finanziell vorm Abgrund und reißt schrittweise Konzerntöchter mit. Nun auch das nicht zuletzt durch coronabedingte Schließungen finanziell angeschlagene Warenhaus Karstadt-Kaufhof.

Ohne diese finanziellen Altlasten – vor Jahren wurden Immobilien verkauft und teuer rückgemietet – könnten Warenhäuser in den Innenstädten allen Unkenrufen zum Trotz eine Zukunft haben und gegen die Online-Konkurrenz bestehen. Dringend nötig wäre dafür ein Investor, der allein am Handelsgeschäft interessiert und auch bereit ist, große Summen zu investieren: in eine moderne Ausstattung, in neue Konzepte und den Ausbau des Multi-Channel-Geschäfts, der Verzahnung von Online-Shop und stationärem Handel. Ein solcher Retter indes ist derzeit nicht in Sicht.

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