Meinung
Corona-Testzentren düfen nicht zum Millionengrab werden
Der Besuch im Biergarten oder der erste Shopping-Ausflug seit Monaten: Wer nicht vollständig geimpft ist, benötigt dafür einen negativen Coronatest. Diese lassen sich meist schnell und unkompliziert in einem der zahlreichen Testzentren machen, die zuletzt wie Pilze aus dem Boden geschossen sind. Möglich geworden ist dies durch die Ankündigung des Bundes, jedem Bürger einen Schnelltest in der Woche zu bezahlen. Was auf den ersten Blick pragmatische Politik auf dem Weg hinaus aus dem Lockdown zu sein scheint, hat jedoch eine Kehrseite.
Die hohe Vergütung aus Steuergeldern und die fehlende Kontrolle der Teststellen-Betreiber von staatlicher Seite öffnen Betrügern Tür und Tor. Das Schnelltest-Angebot darf aber nicht zum Millionengrab werden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ist bereits dadurch aufgefallen, dass er Apotheken satte sechs Euro pro Stück für FFP2-Masken zahlte, die an besonders gefährdete Mitbürger ausgegeben wurden. Spahn will im Kampf gegen das Virus Ergebnisse erzielen. Das ist sein Job. Allerdings ist es auch die Aufgabe eines Bundesministers, Steuergeld nicht achtlos aus dem Fenster zu werfen.
