Politik Bundeswehr: Piloten trainieren bald beim ADAC

Sieht martialisch aus, ist aber häufig nicht einsatztauglich: Kampfhubschrauber „Tiger“.
Sieht martialisch aus, ist aber häufig nicht einsatztauglich: Kampfhubschrauber »Tiger«.

«Berlin.» Die Bundeswehr lässt offenbar wegen des schlechten Zustands der Hubschrauber ihre Piloten künftig auch in ADAC-Maschinen trainieren.

Das Verteidigungsministerium habe Mitte Dezember per Vertrag für rund 21 Millionen Euro 6500 Flugstunden beim Automobilclub eingekauft, schreibt das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Von März 2018 an sollten Bundeswehrpiloten am Standort im niedersächsischen Bückeburg auf zivilen Hubschraubern vom Typ EC 135 für ihre Basisausbildung oder zum Erhalt von Fluglizenzen Stunden abfliegen. „Im Prinzip können wir eine Zusammenarbeit bestätigen“, sagte ein Sprecher der ADAC SE, die als europäische Aktiengesellschaft organisiert ist. Grund der Notmaßnahme: Sowohl die erst vor einigen Jahren eingeführten Militärhubschrauber vom Typ „Tiger“ als auch der NH90 stehen wegen technischer Defekte oft nicht für Ausbildungsflüge zur Verfügung.

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