Politik BASF um Millionen Euro betrogen

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«Ludwigshafen». Dem BASF-Konzern wurde RHEINPFALZ-Recherchen zufolge über Jahre hinweg von Dienstleistern der Einsatz von Arbeitskräften in Rechnung gestellt, ohne dass letztere tatsächlich tätig wurden. Dass dem Unternehmen durch betrügerische Machenschaften hoher Schaden zugefügt wurde und daran vier Mitarbeiter beteiligt sein sollen, bestätigte die BASF gestern auf Anfrage. Neben der inzwischen vom Unternehmen eingeschalteten Staatsanwaltschaft, die Ermittlungen aufgenommen habe, sei der BASF-Ermittlungsdienst in enger Abstimmung mit den Behörden tätig, um den Sachverhalt lückenlos aufzuklären. Dieser habe „wirtschaftlichen Schaden in Millionenhöhe“ verursacht, teilte eine Unternehmenssprecherin gestern mit. „In diesem Zusammenhang haben die Ermittlungsbehörden am 30. Januar 2018 die Büroräume von vier beschuldigten BASF-Mitarbeitern sowie der beteiligten externen Firmen durchsucht und Unterlagen sichergestellt.“ Die vier BASF-Mitarbeiter sind dem Unternehmen zufolge bis zum Abschluss der Ermittlungen von der Arbeit freigestellt worden. Wie die RHEINPFALZ aus unternehmensnahen Kreisen erfuhr, soll sich einer von ihnen das Leben genommen haben. Informationen unserer Zeitung zufolge sollen alle Beschuldigte im Personalbereich der BASF tätig gewesen sein und aus dem Großraum Speyer stammen. Wie viele Fremdfirmen beziehungsweise externe Mitarbeiter an dem Betrugsnetz beteiligt waren und ob auch gegen sie ermittelt wird, ist derzeit offen. Ungeklärt ist auch, ob sie mit erpresserischen Mitteln zu dem Betrug gezwungen wurden oder ob sie sich freiwillig daran beteiligten. In welchem Umfang sie profitierten, ließ das Unternehmen ebenso offen. Der Verdacht auf den Betrug war laut BASF im vergangenen Jahr bei internen Prüfungen, sogenannten Audits, aufgekommen. Demnach haben die Kontrollmechanismen des Unternehmens gegriffen, wobei bisher unklar ist, wieso dies erst der Fall war, nachdem das System bereits mehrere Jahre lief und ein hoher Schaden aufgelaufen war. Nicht erläutert wurde auch, warum die BASF über den Vorgang zwar intern informierte, ihn aber nicht gleichzeitig öffentlich machte. Laut der Unternehmenssprecherin wurden die Mitarbeiter am Standort Ludwigshafen bereits am 30. Januar per E-Mail informiert. Seite 3

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