Rhein-Pfalz-Kreis Hitzeaktionstag: Kreis gibt Tipps für den Ernstfall

Darüber, was bei großer Hitze zu tun ist, informiert der Rhein-Pfalz-Kreis in seinem Hitzeknigge.
Darüber, was bei großer Hitze zu tun ist, informiert der Rhein-Pfalz-Kreis in seinem Hitzeknigge.

Extreme Hitze wird auch im Rhein-Pfalz-Kreis zur wachsenden Gesundheitsgefahr. Zum Hitzeaktionstag informiert der Kreis über Risiken und Schutzmaßnahmen.

Mit dem Klimawandel nehmen extreme Hitzetage auch im Rhein-Pfalz-Kreis weiter zu – mit Folgen für Gesundheit und Wohlbefinden. Darauf machen das Klimaschutzmanagement sowie der Fachbereich Gesundheitsförderung und -berichterstattung der Kreisverwaltung aufmerksam. Anlass ist der bundesweite Hitzeaktionstag, der am 11. Juni unter dem Motto „Gemeinsam vorsorgen für Extremhitze“ stattfindet.

Besonders gefährdet seien ältere Menschen, Personen mit chronischen Erkrankungen sowie Menschen ohne festen Wohnsitz, schreibt die Kreisverwaltung in einer Pressemitteilung. Laut Robert-Koch-Institut starben im vergangenen Jahr bundesweit rund 2500 Menschen an den Folgen großer Hitze. Der Oberrheingraben zählt zu den heißesten Regionen Deutschlands – Tropennächte mit Temperaturen über 20 Grad erschweren zusätzlich die nächtliche Erholung.

Hitzeknigge in dritter Auflage

Um Bürger besser zu schützen, hat der Kreis seinen Hitzeknigge neu aufgelegt. Die Broschüre enthält praktische Verhaltenstipps und Antworten auf häufige Fragen rund um das Thema Hitze. Die Broschüre ist unter anderem in Rathäusern, Arztpraxen, Apotheken und beim ambulanten Pflegedienst erhältlich.

Zu den Empfehlungen gehört unter anderem, amtliche Hitzewarnungen zu beachten. Diese werden beispielsweise über Radio, TV oder die Gesundheitswetter-App ausgegeben. Auch sollen Nachbarn unterstützt werden, insbesondere ältere Menschen. Sie sollten regelmäßig nach ihrem Befinden gefragt werden, so die Empfehlung des Kreises. Wichtig sei es darüber hinaus, Symptome richtig zu deuten. Bei Schwindel, Übelkeit oder Kurzatmigkeit solle sofort reagiert werden. Bei Verwirrtheit, Bewusstseinseintrübung oder schwerer Atemnot soll der Notruf gewählt werden.

Bundesweiter Aktionstag seit 2023

Der Hitzeaktionstag wird seit 2023 von der Bundesärztekammer und der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) organisiert. Über 30 Verbände und Initiativen beteiligen sich daran. Ihr gemeinsames Ziel: Hitzeschutz soll in allen Lebensbereichen verankert werden – von der kommunalen Planung bis zur individuellen Gesundheitsvorsorge.

Im Netz

Weitere Informationen und Materialien für Fachstellen stehen auf der Hitze-Webseite des Kreises unter www.rhein-pfalz-kreis.de/hitze bereit.

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