Politik BASF-Stammwerk: Mehr Investitionen und Auszubildende

«Ludwigshafen». Mit Blick auf die stark zunehmende Anzahl altersbedingter Abgänge im Ludwigshafener Stammwerk des Chemiekonzerns BASF werden mehr Auszubildende eingestellt. Auch die Investitionen werden kräftig hochgefahren.
Das sagte der BASF-Arbeitsdirektor Michael Heinz der RHEINPFALZ. Heinz ist im BASF-Vorstand auch für das größte Chemie-Areal der Welt mit 35.000 Mitarbeitern verantwortlich. Die Investitionen in neue Anlagen, die 2017 mit rund einer Milliarde Euro schon ein überdurchschnittlich hohes Niveau erreichten, sollen in diesem Jahr um 200 Millionen Euro erhöht werden. Die BASF habe vor, 2018 gut 690 Auszubildende in Ludwigshafen neu einzustellen. Das seien rund neun Prozent mehr als 2017, sagte Heinz. Die Anzahl der Azubi-Zugänge liegt damit 2018 zwar über den für das Stammwerk erwarteten 500 Renteneintritten. Aber die altersbedingten Abgänge werden zunehmen. Ab 2022 werden jährlich über 1000 Aniliner in Rente gehen. Der Betriebsratsvorsitzende Sinischa Horvat fordert, dass jede frei werdende Stelle eins zu eins wieder besetzt werden müsse. Arbeitsdirektor Heinz sagte dagegen, auch wegen des technologischen Wandels könne nicht jeder Arbeitsplatz, der wegfalle, wieder ersetzt werden. Heinz wird nach RHEINPFALZ-Informationen den Vorstandsvorsitz des Vereins Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar übernehmen. Die Wahl steht bei der Mitgliederversammlung am kommenden Dienstag in Viernheim auf der Tagesordnung. Bisher steht der Finanzchef des Walldorfer Software-Konzerns SAP, Luka Mucic, an der Spitze der Metropolregion, den Heinz dort nun ablösen wird. Wirtschaft