Meinung
Ampel-Gespräche: Alle senden Signale des Miteinanders
Es sind hohe Erwartungen, die SPD, Grüne und FDP wecken. In den bisherigen Sondierungen wurde auf jegliche Profilierungsversuche und die sonst üblichen Durchstechereien verzichtet. Und als die Spitzen der drei Parteien das Ergebnis ihrer Gespräche am Freitag präsentierten, wurden zwei Begriffe immer wieder benutzt: Respekt und Ernsthaftigkeit. Die Botschaft dahinter: Wir wollen, allen inhaltlichen Differenzen zum Trotz, wirklich miteinander; und wir sind bemüht, gemeinsam etwas Ordentliches, Zukunftsweisendes auf die Beine zu stellen. Vor allem seitens der FDP, die lange ein Bündnis unter Führung der Union präferierte, scheint man ehrlich überrascht zu sein, was mit SPD und Grünen alles möglich sein könnte.
Noch steht die Ampel-Koalition nicht. Und sollte sie zustandekommen, werden im Regierungsalltag unweigerlich auch mal Wolken- und Gewitterfronten auftauchen. Aber Stand jetzt wirkt es so, dass die Beteiligten nicht nur mitmachen, weil es eben sein muss, sondern weil sie die Chance sehen, wirklich etwas zu bewegen. Da schimmert durch, was in den vergangenen Jahren oft vermisst wurde: Aufbruchstimmung.
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