WandertippVon Deidesheim nach Forst und zurück: Tour durchs Rebenmeer
Historisches Ortsbild und bekannte Weinlagen: Forst.
Sie ist leicht zu bewältigen: Die acht Kilometer lange Tour (120 Höhenmeter) verbindet die beiden Weinorte Deidesheim und Forst in der Pfalz miteinander.
Die Route folgt dem Pfälzer Weinsteig und dem Wanderweg Deutsche Weinstraße durchs offene Rebenmeer mit schönen Ausblicken. Die Runde ist einfach zu gehen, es gibt keine nennenswerten Auf- und Abstiege, allerdings verläuft sie überwiegend auf asphaltierten Feldwegen.
An dieser Stelle finden Sie Kartenmaterial von Outdooractive
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Die „Historische Runde“ startet am Bahnhof, wo das Geißbock-Symbol den Weg anzeigt. Es geht durch die Bahnhofstraße am Geißbock-Brunnen und am Schlosspark vorbei zum Marktplatz mit Andreasbrunnen. An der Kirche orientieren wir uns neu: Die rot-weiß geschwungene Markierung des Pfälzer Weinsteigs weist den Weg nach rechts in Richtung Wachenheim.
An der Weinstraße entlang biegt man am Hotel Kaisergarten links in die gleichnamige Straße ein und kommt zu einer großen Weinbergmauer am Ortsausgang. Hier links halten. Leicht ansteigend führt der Weg nun durch berühmte Deidesheimer Weinlagen und stößt am Ende auf ein Asphaltsträßchen, das in den Wald hineinführt. Hier wird der Weinsteig verlassen, man geht kurz rechts und gleich wieder links und folgt nun der grünen Weintraube, dem Logo des Wanderwegs Deutsche Weinstraße.
Am Wegesrand: Jesus-Antlitz mit Dornenkrone bei Deidesheim.
Es geht unter alten Weinbergterrassen entlang und immer wieder an Rastplätzen mit schönen Ausblicken vorbei. Wenn sich der Weg gabelt, läuft man links auf dem Kopfsteinpflaster hoch. An der nächsten Gabelung, an der sich die Info-Tafel über die Forster Weinlagen auf der linken Seite befindet, biegt man rechts ab. An Sandsteinskulpturen vorbei führt der Weg auf dem Radweg in das 800-Seelen-Dorf Forst. Der denkmalgeschützte Ortskern wird am Weingut Werlé betreten, anschließend geht es auf der Weinstraße bis zum Restaurant Spindler, wo das Dorf rechterhand auf dem Freundstückweg wieder verlassen wird. Man stößt auf eine Rastbank, biegt links ab und schlendert bis zum Ortsende. Hier hält man sich rechts und wandert auf dem Fahrradweg Deutsche Weinstraße weiter, bis man zu einem Weinberg-Trullo kommt.
Auffallendes Häuschen: Trullo bei Deidesheim.
Der Trullo stammt wohl aus dem 18. Jahrhundert und wurde in der typischen Bauweise mit einem Kuppeldach errichtet. Früher wurden diese Weinberghäuschen von den Arbeitern als Unterstand genutzt oder um Werkzeug aufzubewahren. Während sie in Rheinhessen und auch um Bockenheim/Weinstraße noch stärker verbreitet sind, ist dieser Trullo der einzige in der Gegend um Deidesheim. Vorbei an einem Wegekreuz ist man bald wieder an der bereits bekannten, mächtigen Mauer angelangt, an der der Rundweg begonnen hat. Nun geht es geradeaus weiter. Nach dem Kaisergarten die Straße überqueren – und durch die Prinz-Rupprecht-Straße kommt man zurück zum Bahnhof.
Extra-Tipp
Deidesheim ist Mitglied im Netzwerk Cittaslow, das sich für Lebensqualität in den Mitgliedsstädten einsetzt, und bemüht sich um die Reduzierung von Barrieren in der Stadt. Es gibt einen 1,6 Kilometer langen Spaziergang zu den schönsten Plätzen und Weingütern rund um den historischen Ortskern, der speziell für mobil eingeschränkte Gäste konzipiert ist. Er startet ebenfalls am Bahnhof und ist unter dem Namen „Historische Runde Deidesheim – barrierefrei“ unter www.deidesheim.de zu finden. Auch die Urlaubsregion mit Forst, Meckenheim, Niederkirchen und Ruppertsberg ist dort Thema.
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