Wandertipp
Mission Felsenjagd: Wandern rund ums Bärenbrunnertal
Das Dahner Felsenland ist bekannt für seine riesigen Felsformationen. Rund zehn davon kann man auf der Tour zum Bärenbrunnerhof bei Schindhard erwandern. Die Strecke umfasst knapp 14 Kilometer und dauert bei 540 Höhenmetern etwa viereinhalb Stunden.
Start der Tour ist am Parkplatz vor dem Sportplatz in Schindhard. Schon dort gibt es den ersten Felsen zu sehen – der Kapellenfels ragt über dem Ort auf.
Der Einstieg zur Tour liegt direkt neben dem Parkplatz. Von dort führt ein Pfad in Serpentinen den Weg hinauf zum ersten Aussichtspunkt: dem Wasgaublick.
Wir folgen anschließend ein kurzes Stück dem Weg, der den Bergrücken zum Kahlenberg hinaufführt, bevor es links abgeht auf einen Höhenweg. Dort kann man zwischen den Bäumen einen Blick auf die Burgengruppe von Burg Tanstein, Burg Grafendahn und Burg Altdahn erhaschen.
Drei Felsen auf einen Schlag
Nach etwa 1,2 Kilometern verlassen wir diesen Weg und wechseln rechts auf einen schmaleren Pfad in Richtung der nächsten Felsen. Zuerst liegt etwas abseits des Weges ein namenloser Steinbrocken.
Danach geht es den Weg weiter hinab und das Felsmassiv der Schafsfelsen kommt in Sicht. Oben auf deren Felsgrat steht ein wackelig aussehendes Felstürmchen – dabei handelt es sich um den Schandari-Gipfel. Mit 18 Metern Höhe und einer beachtlichen Länge zieht das Massiv viele Kletterer an.
Wandert man am Massiv vorbei, kommt nach wenigen Schritten schon der nächste Fels, der Schäferturm. Etwas schmaler und niedriger als sein direkter Nachbar, aber den Besuch wert. Der Pfad trifft anschließend wieder auf einen breiteren Weg. Dort biegen wir rechts ab, folgen ihm, bis nach wenigen Metern ein schmalerer Pfad geradeaus weiterführt.
Vom Wasgaublick zu Pfaffenfels und Nonnenfels
Auf diesem wandern wir bis zur nächsten Wegkreuzung, an welcher man einen Blick auf die Karte werfen sollte, damit man den richtigen Weg nimmt. Wir gehen links auf dem oberen der Wege weiter. Nach etwa 700 Metern biegen wir rechts auf einen Weg zum nächsten Wasgaublick ab, wo sich eine kurze Rast auf der Bank anbietet.
Von dort gehen wir weiter in Richtung Bärenbrunnertal und damit zur Mittagspause. Der Weg wirkt etwas verlassen, führt aber zu den nächsten Felsen, die jeweils über einen Abstecher erklommen werden können: Pfaffenfels und Nonnenfels. Von den Felsplateaus hat man eine schöne Aussicht auf das Bärenbrunnertal.
Auf dem Weg zum Bärenbrunnerhof
Ein Fels, der in seiner gesamten Länge bewundert werden kann, kommt wenige Schritte später, bevor wir ins Tal absteigen. Rechts ab führt ein steiler, felsiger Pfad, der sich 300 Meter den Berg hinunterschlängelt. Währenddessen wandert man direkt neben dem riesigen Bärenbrunner Schandariefelsen entlang, dessen mächtige Wände hoch in den Himmel ragen. Mehrere Felsentürme stehen auf seinem Rücken und er erinnert mit den nach vorne zulaufenden Kanten an ein großes Dampfschiff.
Der schmale Pfad trifft an seinem Ende auf einen Wirtschaftsweg. Rechts abbiegend wandern wir aus dem Wald hinaus und zu unserer Einkehrmöglichkeit: Dem Bärenbrunnerhof, wo sich der Biergarten der Gaststätte für die Mittagspause anbietet.
Mehr Wandertipps
Sie wollen noch weitere Wanderungen im Pfälzerwald unternehmen? Dann holen Sie sich Inspiration bei unseren über 100 getesteten RHEINPFALZ-Wandertipps. Jetzt anschauen
Nach der Pause lohnt sich vor dem Weitergehen noch ein kurzer Besuch im Innenhof des Gebäudes. Dort findet man neben einem kleinen Hofladen auch die Schweinestallungen. Mit etwas Glück sind kleine Ferkel zu beobachten.
Bergauf zum Sternfels
Schräg gegenüber dem Hof geht ein schmaler Pfad steil den Berg hinauf. Nach einer Essenspause fällt das Bergaufgehen nur leider etwas schwer. Aber wir sind ja auf Felsenjagd-Mission und der Nächste wartet schon. Der Pfad führt uns direkt am Sternfels entlang, der sehr imposant daherkommt. Der Weg ist nicht immer gut zu erkennen und erfordert Trittsicherheit. Aber wer sich immer am Felsen hält, findet nach oben, wo wir über den Bergrücken zur nächsten Weggabelung wandern.
Dort halten wir uns rechts, um auf einen breiteren Weg abzubiegen. Diesem folgen wir knapp einen Kilometer, der uns noch vom nächsten und letzten Felsen trennt. Der Weg läuft geradewegs auf den Pferchfeldfelsen – oder auch Langenwalderfelsen genannt – zu, der sich über den oberen Bergrücken zieht. Vom Weg aus erkennt man ihn immer nur bruchstückhaft. Wenn man ihm der Länge nach folgt, kommt man am Ende über einen kurzen Pfad zum Felsen. Spätestens dort fühlt man sich fast wie im Pfälzischen Grand Canyon.
Anschließend laufen wir zurück auf den Weg, wo wir links auf einen schmalen Steig ins Tal absteigen. An dessen Ende geht es links zurück in Richtung Schindhard und damit dem Ausgangspunkt der Tour.



