Wandertipp RHEINPFALZ Plus Artikel Wandern auf dem Sinfoniesteig: Zwei Tage durch den Schwarzwald

Der Sinfoniesteig verspricht tolle Aussichten über den Schwarzwald.
Der Sinfoniesteig verspricht tolle Aussichten über den Schwarzwald.

Der neu angelegte Sinfoniesteig verbindet vier Premiumwanderwege miteinander. Dabei wandert man auf aussichtsreichen Höhenwegen bis zu urwüchsigen Schluchten.

Bad Peterstal-Griesbach im Schwarzwald gilt als wahres Mekka für Wanderfreunde, denn dort verlaufen gleich vier zertifizierte Premiumwanderwege. Mit dem neuen Sinfoniesteig wurden sie zu einer großen Rundwanderung verbunden. Auf 36 Kilometern und rund 1100 Höhenmetern erleben Wandersleut’ die ganze Vielfalt des Schwarzwalds.

Wiesensteig, Schwarzwaldsteig, Himmelssteig und Teufelskanzelsteig heißen die vier Premiumwege, die jeweils zwischen sieben und 13 Kilometer lang sind und sich ideal für Tageswanderungen eignen. Der Sinfoniesteig verbindet sie zu einem anspruchsvollen Gesamterlebnis und führt über aussichtsreiche Höhenzüge und stille Waldpfade bis hin zu urwüchsigen Schluchten. Wer die Strecke nicht an einem Tag absolvieren möchte, kann sie auf zwei Etappen aufteilen. Der Start ist am Bahnhof von Bad Peterstal-Griesbach.

An dieser Stelle finden Sie Kartenmaterial von Outdooractive

Um Inhalte von Drittdiensten darzustellen und Ihnen die Interaktion mit diesen zu ermöglichen, benötigen wir Ihre Zustimmung.

Mit Betätigung des Buttons "Fremdinhalte aktivieren" geben Sie Ihre Einwilligung, dass Ihnen Inhalte von Drittanbietern (Soziale Netzwerke, Videos und andere Einbindungen) angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an die entsprechenden Anbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät notwendig. Mehr Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Nach wenigen Minuten verlässt man den Ort und taucht in die typische Schwarzwaldlandschaft ein, die einen schnell umgibt. Schon bald wartet der erste anspruchsvolle Anstieg. Die Mühe wird jedoch belohnt: An der Himmelbar eröffnet sich ein beeindruckender Panoramablick über die bewaldeten Höhenzüge des Schwarzwalds. Hier lohnt sich eine erste Pause, bevor der Weg weiter bergauf führt. Vorbei an markanten Felsformationen und dem Holchenwasserfall schlängelt sich der Pfad durch dichte Wälder.

Auf dem Weg zum Buchkopfturm.
Auf dem Weg zum Buchkopfturm.

Immer wieder wechseln sich schmale Naturpfade mit offenen Wiesenflächen ab. Nach rund zehn Kilometern erreicht man einen Aussichtspunkt mit Blick auf den Glaswaldsee. Tief in die Landschaft eingeschnitten liegt der Karsee zwischen steilen, bewaldeten Hängen. Die imposanten Karwände entstanden während der letzten Eiszeit und verleihen dem Naturschutzgebiet eine beinahe urwaldartige Atmosphäre.

Der Sinfoniesteig führt auch über Höhenwege, die eine tolle Aussicht bieten.
Der Sinfoniesteig führt auch über Höhenwege, die eine tolle Aussicht bieten.

Getränkestationen noch und nöcher

Der Sinfoniesteig führt jedoch nicht hinab zum Seeufer, sondern weiter über die Höhen des Schwarzwalds. Unterwegs begegnet man immer wieder den für die Region typischen Getränkebrunnen und Raststationen. Besonders einladend präsentiert sich die „Marienruhe“. Auf einer großzügigen Holzplattform können Ausflügler die Aussicht auf die umliegenden Berge genießen. Direkt daneben sorgt ein Getränkestollen mit gekühlten Erfrischungen für neue Energie. Nach der Rast geht es auf schmalen Pfaden weiter zur Teufelskanzel. Der markante Aussichtspunkt bietet erneut spektakuläre Fernblicke über die bewaldeten Täler und Höhenzüge des Schwarzwalds.

Auf der Marienruhe hat man nicht nur einen tollen Blick über den Schwarzwald. Direkt in der Nähe gibt es auch eine Getränkestati
Auf der Marienruhe hat man nicht nur einen tollen Blick über den Schwarzwald. Direkt in der Nähe gibt es auch eine Getränkestation zum Erfrischen.

Die abwechslungsreiche Wegführung macht deutlich, warum die Region bei Wandergruppen so beliebt ist: Immer wieder öffnen sich neue Perspektiven, während stille Waldabschnitte für Ruhe und Entschleunigung sorgen. Nach rund 24 Kilometern und zahlreichen Aussichtspunkten ist schließlich das Hotel Zuflucht erreicht. Für viele Sportler und Sportlerinnen markiert es den Übernachtungsort zwischen den beiden Etappen. Neben Zimmern in unterschiedlichen Kategorien bietet das Haus auch eine besondere Attraktion, eine urige Grill-Kota kann für Gruppen von bis zu zwölf Personen gemietet werden. Wer den Abend lieber im Freien verbringen möchte, kann einen „Schlemmerkorb“ mit regionalen Spezialitäten bestellen und diesen an einem der vielen Rastplätze entlang des Weges genießen.

Auf dem Weg in Richtung Teufelskanzel geht es auf kleinen Pfaden entlang.
Auf dem Weg in Richtung Teufelskanzel geht es auf kleinen Pfaden entlang.

Tag 1 sportlich, Tag 2 gemütlicher

Die zweite Etappe von nur noch etwa zwölf Kilometern präsentiert sich deutlich gemütlicher als Tag eins mit sportlichen 24 Kilometern. Vorbei am Startplatz der Gleitschirmflieger führt der Weg zunächst in Richtung Buchkopfturm. Das markante Bauwerk ragt weithin sichtbar über die Baumwipfel hinaus. Aufgrund von Baumängeln bleibt der Turm allerdings für Besucher und Besucherinnen geschlossen. Anschließend verläuft die Route weiter durch ausgedehnte Wälder zur bewirteten Renchtalhütte, die sich für eine Rast eignet.

Bald ist der nächste Aussichtspunkt erreicht: Die Teufelskanzel
Bald ist der nächste Aussichtspunkt erreicht: Die Teufelskanzel

Wer stattdessen ein Picknick bevorzugt, findet wenig später am Martinshof einen Regiomaten mit regionalen Produkten und Getränken. Ein weiterer Höhepunkt der Strecke ist die Peterstaler Mineralwasserstation. Hier laden gekühlte Getränke, hauseigene Spirituosen und regionaler Honig erneut zur Pause ein. Der Weg führt bereits überwiegend bergab zurück nach Bad Peterstal-Griesbach. Vorbei an weiteren Rastmöglichkeiten und aussichtsreichen Plätzen schließt sich schließlich der Kreis und nach zwei abwechslungsreichen Wandertagen endet die Tour wieder am Ausgangspunkt im Tal.

Info

Wer den Sinfoniesteig an einem Tag bewältigen möchte, sollte früh starten und ausreichend Zeit für die zahlreichen Aussichtspunkte und Rastmöglichkeiten einplanen. Die Strecke ist konditionell anspruchsvoll und verlangt Trittsicherheit auf schmalen Naturpfaden. Eine Übernachtung ist im Hotel Zuflucht direkt an der Route möglich. Viele Gastgeber in der Region bieten zudem einen Shuttle-Service an. An der Alexanderschanze befindet sich außerdem eine Bushaltestelle, die zusätzliche Flexibilität bei der Tourenplanung ermöglicht. Da zahlreiche Getränkebrunnen entlang des Weges auf Vertrauensbasis betrieben werden, empfiehlt es sich, etwas Bargeld mitzunehmen. Wanderstöcke erweisen sich insbesondere auf den längeren Abstiegen als hilfreiche Begleiter. Weitere Informationen zu den Premiumwanderwegen und zum Sinfoniesteig bietet die Tourismusgemeinde Bad Peterstal-Griesbach.

Mehr zum Thema
6132637_1_org_Pfaelzerwald_Newsletter_-_Contentbox_16_x_9

Kennen Sie schon unseren Pfälzerwald-Newsletter?

Wo gibt es neue Wanderwege? Siedelt sich wirklich ein Wolfsrudel im Pfälzerwald an? Welche Hütten haben zur Zeit offen? Jeden Donnerstag schreiben RHEINPFALZ-Autorinnen und -Autoren aus der gesamten Pfalz über Themen rund um den Pfälzerwald. Jedes Mal mit Ausflugstipp!

An dieser Stelle finden Sie Umfragen von Opinary.

Um Inhalte von Drittdiensten darzustellen und Ihnen die Interaktion mit diesen zu ermöglichen, benötigen wir Ihre Zustimmung.

Mit Betätigung des Buttons "Fremdinhalte aktivieren" geben Sie Ihre Einwilligung, dass Ihnen Inhalte von Drittanbietern (Soziale Netzwerke, Videos und andere Einbindungen) angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an die entsprechenden Anbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät notwendig. Mehr Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

x