Radtouren-Tipp RHEINPFALZ Plus Artikel Rhein- und Römerschleife: Radeln durch die Rheinauen

Mit dem Rad am Rhein entlang: Das geht auf dem relativ neu ausgeschilderten Radweg „Rhein- und Römerschleife“.
Mit dem Rad am Rhein entlang: Das geht auf dem relativ neu ausgeschilderten Radweg »Rhein- und Römerschleife«.

40 Kilometer radeln zwischen Rülzheim und Germersheim – vorbei an römischer Vergangenheit, renommierter Pizza bis zum Rhein.

Noch recht neu ausgeschildert präsentiert sich die Rhein- und Römerschleife als abwechslungsreiche Rundtour zwischen Rülzheim und Germersheim. Auf rund 40 Kilometern und keine nennenswerte Steigung verbindet sie Geschichte und Natur – und wartet mit vielen Möglichkeiten zur Einkehr auf. Damit eignet sich die Strecke nicht nur für sportlich Ambitionierte, sondern auch für all jene, die das Radfahren mit kleinen oder großen Pausen verbinden möchten. Der Einstieg erfolgt am Bahnhof in Rülzheim, wobei durch die gute Bahnanbindung entlang der Strecke auch individuelle Zu- und Ausstiege möglich sind. So lässt sich die Tour flexibel verkürzen oder erweitern.

An dieser Stelle finden Sie Kartenmaterial von Outdooractive

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Zunächst führt der Weg durch den Ort Rülzheim und hinaus in Richtung Rheinzabern. Die Landschaft öffnet sich, Felder und Wiesen prägen das Bild, auch wenn ein Abschnitt entlang der Landstraße verläuft. Rheinzabern selbst blickt auf eine spannende römische Vergangenheit zurück und ist vor allem für seine Terra-Sigillata-Tradition bekannt. Der Geschichte der Keramikproduktion zur Römerzeit lässt sich unter anderem im kleinen Museum nachspüren.

Pizza, Döner und Kaffee in Jockgrim

Nach der Ortsdurchfahrt und vorbei am Bahnhof Rheinzabern wird bald Jockgrim erreicht. Der Ort ist geprägt von seiner Ziegeleigeschichte, die bis heute sichtbar ist. In der Unteren Buchstraße finden sich neben dem kleinen Ortsmuseum mehrere Einkehrmöglichkeiten, die sich für eine erste Rast anbieten. Geheimtipp: Der Imbiss Gerze landete jüngst bei der deutschen Pizzameisterschaft auf Platz Sechs.

Der Blick auf Jockgrim vom Weg aus.
Der Blick auf Jockgrim vom Weg aus.

Die Rhein- und Römerschleife führt weiter durch den Ort, bevor sich hinter dem Baggersee und mit einem Blick auf das historische Hinterstädtel allmählich das Gefühl einstellt, die Siedlungsräume hinter sich zu lassen und in die weite Landschaft einzutauchen. Mit jedem Kilometer wird die Umgebung ruhiger.

Auf dem Weg zum radlerfreundlichen Anglerheim Neupotz.
Auf dem Weg zum radlerfreundlichen Anglerheim Neupotz.

In sanften Bögen nähert sich die Strecke den Rheinauen und schließlich dem Bereich um Neupotz. Hier sei das sehr radlerfreundliche Anglerheim Neupotz, etwas abseits gelegen, als Einkehrmöglichkeit direkt am Wasser unter schattenspendenden Bäumen empfohlen. Es öffnet sich ein Blick über den See und nicht selten lässt sich das originalgetreu nachgebaute römische Patrouillenboot „Lusoria Rhenana“ beobachten.

Das Anglerheim Neupotz ist direkt am Wasser gelegen. Mit Blick auf den See lässt sich das originalgetreu nachgebaute römische Pa
Das Anglerheim Neupotz ist direkt am Wasser gelegen. Mit Blick auf den See lässt sich das originalgetreu nachgebaute römische Patrouillenboot »Lusoria Rhenana« beobachten.

Schleusenhaus und Ziegeleimuseum

Die Route führt weiter durch die Auenlandschaft in Richtung Leimersheim und in die Hördter Rheinauen. Dieser Abschnitt zählt zu den landschaftlich reizvollsten der gesamten Strecke. Hohe Bäume säumen den Weg, Misteln hängen schwer in den Ästen und die Natur wirkt hier beinahe unberührt. Der Rhein und seine Flussarme begleiten die Fahrt zwar stetig, bleiben jedoch zunächst hinter dem schützenden Damm verborgen. Erst im Bereich von Sondernheim öffnet sich die Landschaft wieder stärker. Am Schleusenhaus bietet sich eine weitere Gelegenheit zur Rast, wobei das urige Häuschen nicht täglich geöffnet ist. Hier kann man nun überlegen, die Radtour um etwa zehn Kilometer zu verlängern und noch bis Germersheim zu fahren.

Ein Teil der 40 Kilometer langen Radtour geht auf dem Rheindamm entlang. An den Bäumen hängen viele Mistelzweige.
Ein Teil der 40 Kilometer langen Radtour geht auf dem Rheindamm entlang. An den Bäumen hängen viele Mistelzweige.

Abstecher zum Biergarten am Rheinufer

Der Abstecher belohnt mit einem der schönsten Abschnitte der Tour: Direkt am Rheinufer eröffnet sich ein weiter Blick über den Fluss, auf dem Frachtschiffe gemächlich vorbeiziehen. Zunächst geht es am Rasthaus Ziegelei vorbei, das sich auf dem Gelände des historischen Ziegelmuseums direkt am Rheinufer befindet. Der Publikumsverkehr nimmt zu, je näher man der Festungsstadt Germersheim kommt, wo ein Biergarten am Rhein erneut zur Rast einlädt. Zurück auf der regulären Route, kurz hinter dem Schleusenhaus, geht es durch Sondernheim und weiter nach Hördt. Der kleine Ort bietet zum Abschluss der Tour noch einmal eine angenehme Pause: Eine Eisdiele sorgt für Erfrischung, bevor die letzten Kilometer zurück nach Rülzheim geradelt werden.

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