Radtouren-Tipp
Auf zwei Rädern durchs Schweinstal zur Alten Pulvermühle
Eine rund 25 Kilometer lange Radtour bei Kaiserslautern verbindet abwechslungsreiche Landschaften mit spannenden Einblicken in Natur und Geschichte. Besonders reizvoll: das wildromantische Schweinstal und die Überreste der Pulvermühle mit ihrer stillen „Lost-Place“-Atmosphäre.
Als Startpunkt der Rundtour bietet sich Schopp an, nicht zuletzt wegen der guten Anbindung per Bahn. Vom Bahnhof führt die Strecke durch die Bahnhof- und Friedhofstraße aus dem Ort hinaus. Vorbei am Friedhof folgt man zunächst der Markierung „Tour de Süd“ durch offene Felder mit weitem Blick, bevor der Weg in den Wald eintaucht. Dort verläuft die Route ruhig bis zu einer Weggabelung, an der Aufmerksamkeit gefragt ist: Das ausgeschilderte Naturfreundehaus Finsterbrunnertal als mögliche Einkehrmöglichkeit ist rechter Hand ausgeschildert, mit dem Fahrrad aber nicht direkt erreichbar. Stattdessen hält man sich links und trifft auf den anspruchsvollsten Abschnitt der Tour: Ein schmaler, teils steiler Trail führt bergab und verlangt fahrerisches Können sowie ein geeignetes Rad. Weniger Geübte sollten hier besser schieben. Bis auf diesen Abschnitt lässt sich diese Radtour problemlos fahren.
Viel zu sehen im Schweinstal
Unten angekommen, geht es links weiter auf der „Tour de Süd“. Es folgt ein angenehm zu fahrender Abschnitt auf gut befestigten Wegen mit leichtem Auf und Ab. Nach einem kurzen Zickzackkurs wird eine Landstraße erreicht, der man ein Stück am Walzwerk vorbei folgen muss. Schon bald weist die Beschilderung ins Schweinstal und es beginnt ein eindrucksvoller Abschnitt der Tour: Das Tal besticht durch Buntsandsteinfelsen, Seen und eine ruhige, fast geheimnisvolle Atmosphäre.
Zwischen Bäumen und am Wegesrand tauchen immer wieder Kunstwerke des Skulpturenwegs Rheinland-Pfalz auf. Relikte künstlerischer Projekte, die dem Gebiet einen ganz eigenen Charakter verleihen. Wer mehr dazu erfahren möchte und vielleicht auch einen Blick in den Steinbruch werfen mag, kann sich an die Firma Carl Picard wenden. Das Natursteinwerk hat im Schweinstal seinen Sitz, bietet öffentliche Führungen an und organisiert allerlei Veranstaltungen im Tal.
Nach diesem Abschnitt verläuft die Fahrradtour ein Stück entlang der Landstraße in Richtung Queidersbach, bevor sie kurz vor dem Ort wieder nach links abzweigt. Hinter den letzten Häusern öffnet sich die Landschaft erneut und es geht weiter in Richtung Linden. Hier verlässt man die „Tour de Süd“ und folgt dem Radweg Richtung Waldfischbach-Burgalben.
Leichtfüßig wird Horbach durchradelt, bevor die Strecke bei einigen Tierkoppeln und noch vor Steinalben einen plötzlichen Zick-Zack-Knick macht. Nun ist man auf dem Radweg in Richtung Schopp unterwegs und hat zwischen Waldrand und Wiesen immer wieder schöne Ausblicke.
Pulvermühle versprüht Lost Place-Charme
Das Flüsschen Moosalbe wird zum Begleiter und führt am Campingplatz vorbei. Kurz hinter Neuhof liegen die zugewucherten Reste der Pulvermühle im Wald versteckt. Die Anlage, die im 19. und frühen 20. Jahrhundert Schwarzpulver produzierte, ist heute weitgehend verschwunden.
Nur wenige Relikte sind erhalten, die jedoch eine besondere, fast vergessene Atmosphäre ausstrahlen und an die industrielle Vergangenheit des Tals erinnern. Von hier sind es nur noch wenige Kilometer zurück nach Schopp. Die Strecke führt zunächst durch den Wald, überquert die B270 und endet schließlich wieder am beim Bahnhof.


