Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel „Dausend Doore“ : Pfalzrocker von Fine R.I.P. komponieren Hymne für Eulen-Handballer

Die Band Fine R.I.P. um Frontmann Monji El Beji (rechts).
Die Band Fine R.I.P. um Frontmann Monji El Beji (rechts).

Sie soll den Hexenkessel Eberthalle möglichst zur uneinnehmbaren Handball-Festung machen: die neue Hymne für die Eulen Ludwigshafen. „Dausend Doore“ ist ab 5. Juni zu hören.

Handball und Rockmusik haben einige Gemeinsamkeiten. Taktieren geht nicht. Beides ist temporeich. „Voll auf die Zwölf“ heißt das bei Sportlern und Musikern. Ab der kommenden Spielzeit schicken die Pfalzrocker Fine R.I.P. die Eulen Ludwigshafen außerdem mit einer klaren Forderung aufs Feld.„Dausend Doore“ fordern die Böhl-Iggelheimer Mundartrocker ganz großspurig von den Eulen und lassen dabei ganz bewusst aus, ob die Friesenheimer diese Tore innerhalb von einer Saison oder, selbstverständlich noch besser, gleich an einem Spieltag erzielen sollen. Ein musikalischer Stimmungsmacher, der das Blut von Spielern und Fans gleichermaßen schon vor dem Anpfiff in Wallung bringt, ist die Aufforderung auf alle Fälle.

Yeah! Kilian Schwarzer jubelt nach dem knappen Sieg im Abstiegsduell gegen Ferndorf.
Yeah! Kilian Schwarzer jubelt nach dem knappen Sieg im Abstiegsduell gegen Ferndorf.

„Ich bin bei uns der Handballer“, erklärt dazu Sänger Monji El Beji. Gelogen ist das nicht. Immerhin spielte er in der A-Jugend bei der TSG Friesenheim sogar an der Seite von Ex-Spielmacher Alexander Job und tingelte im Anschluss durch die Hallen von Mutterstadt, Ruchheim oder Iggelheim. „Und meine beiden Kinder spielen heute auch Handball.“ Ein kampfbetonter Sport, der förmlich nach einer passenden Rockhymne lechzt.

So sei er der Bitte gerne nachgekommen, als Eulen-Hallensprecher Thomas Stüber erstmal die Verbindung zwischen Böhl-Iggelheim und Friesenheim wiederhergestellt hatte. „Ich musste die anderen nicht lange überzeugen. Das Lied hatten wir schnell fertig“, verrät El Beji lachend.

Eulen-Spielmacher Vincent Bülow in Aktion.
Eulen-Spielmacher Vincent Bülow in Aktion.

„Es war nach so vielen Jahren Zeit für eine neue Vereinshymne“, erklärt Marcel Mayer von der Eulen-Geschäftsstelle den Auslöser für den rockigen Kreativanschub. „Über unseren Hallensprecher Thomas ,Stübi’ Stübert haben wir Kontakt zu Monji aufgenommen, und der war sofort begeistert“, schilderte er. „Ich hatte direkt bei der Anfrage schon die ersten Ideen im Kopf“, bestätigt der Sänger, der sich ob seiner sportlichen Vergangenheit nicht lange ins Thema einfühlen musste. So oft wie möglich ist er bei den Heimspielen des Zweitligisten zu Gast in der Eberthalle.

„Muss sofort ins Ohr gehen“

„Es war klar, dass Stichworte wie ,Eulen’ oder ,Eberthölle’ eingearbeitet werden mussten“, sagt er. Und dass sich für ein emotionales Lied über Handball keine Ballade eigne, verstehe sich von selbst. Viel mehr will er nicht preisgeben. Nur die Eulen-Geschäftsführung und natürlich die Bandmitglieder haben die neue Hymne bisher zu Gehör bekommen. „Ein Fanlied muss sofort ins Ohr gehen. Ich glaube, das ist uns gelungen. Spätestens beim zweiten Refrain kann jeder mitsingen“, so die Selbsteinschätzung von El Beji. Ein Abstieg in die Peinlichkeit, der Fanlieder häufig trifft, sei bei den Pfalzrockern nicht zu befürchten. „Das verhindert schon unser eigener Qualitätsanspruch.“

Appetitmacher für die neue Saison

Der ist nicht nur in den Liedern, sondern auch in den rein verbalen Solo-Programmen El Bejis herauszuhören. Und auch die visuelle Umsetzung stimmt. Fine R.I.P. reaktivierte dafür die Zusammenarbeit mit dem Pfälzer Filmemacher Benjamin Wagener, der dafür bei den vergangenen beiden Heimspielen die nötigen Emotionen aufsammelte. „Dausend Doore“ ist ab 5. Juni auf den unterschiedlichsten Musikkanälen im Internet zu streamen. In der Eberthalle wird der Song das erste Mal beim Heimspiel am 6. Juni gegen den TV Hüttenberg erklingen. Als Appetitmacher für die neue Saison und im besten Fall mit 1000 Toren oder mehr für die Truppe von Michael Haaß.

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