Pfalz Land will Einrichtung für hochgefährliche Kinder schaffen

Das Land will auf Fälle wie seinen in Zukunft besser vorbereitet sein: der damals Zwölfjährige, der 2016 mit einem Anschlag in L
Das Land will auf Fälle wie seinen in Zukunft besser vorbereitet sein: der damals Zwölfjährige, der 2016 mit einem Anschlag in Ludwigshafen scheiterte.

Als nach eigenen Angaben erstes Bundesland will Rheinland-Pfalz eine Einrichtung schaffen, in der hochgefährliche Kinder untergebracht werden können. Es zieht damit Konsequenzen aus dem Fall eines damals zwölfjährigen Jungen aus Ludwigshafen, der im November 2016 ein Selbstmordattentat auf den Weihnachtsmarkt seiner Heimatstadt verüben wollte. Der Anschlag ist damals wohl nur an technischen Mängeln seiner Eigenbau-Bombe gescheitert.

Ministerium will Immobilie mieten



Bestraft werden konnte der Deutsch-Iraker für seine islamistisch motivierten Terrorpläne nicht, weil er noch keine 14 Jahre alt war. Mittlerweile lebt er an einem geheimgehaltenen Ort, wo er rund um die Uhr betreut und überwacht wird. Anfangs allerdings hatte das Jugendamt der Stadt Ludwigshafen keine für ihn geeignete Einrichtung gefunden. Nun will das Mainzer Familienministerium eine Immobilie anmieten, in der künftig hochgefährliche Kinder untergebracht werden können. Außerdem will es mit Anbietern reden, die bei Bedarf Betreuer bereitstellen. Und beim Landesjugendamt soll es einen Koordinator geben, der weiß, was in derartigen Fällen zu tun ist und wer alles einbezogen werden muss.

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