Zweibrücken Mit Wohnen am Kirchberg wird’s dieses Jahr nichts mehr

Um das Neubaugebiet oberhalb von Ixheim wurde von Beginn an viel gestritten. Das Foto entstand im August 2021.
Um das Neubaugebiet oberhalb von Ixheim wurde von Beginn an viel gestritten. Das Foto entstand im August 2021.

„Vor Jahresende rollt dort kein Bagger.“ Das sagt Oberbürgermeister Marold Wosnitza über das geplante Neubaugebiet am Ixheimer Kirchberg. Das Warten auf Gutachten ist ein Grund, warum es etwas länger dauert.

Das Bebauungsplanverfahren beginne erst jetzt, im März komme das Thema dann in den Bauausschuss, sagt Wosnitza. In der Zwischenzeit habe man die Planung in einigen Punkten geändert, was auch die Größe des Baugebiets betreffe. „Wir haben jetzt meines Erachtens einen guten Entwurf, der auch Klimaschutz-Aspekte berücksichtigt“, so der OB. Einziehen ins neue Haus am Kirchberg werde aber dieses Jahr noch niemand.

Die Einwände der Bürgerinitiative (BI) gegen das Neubaugebiet hätten zusätzliche Gutachten und Untersuchungen etwa zu Verkehrsaufkommen und Artenschutz nötig gemacht, so Wosnitza. Die BI hatte unter anderem eine unnötige Flächenversiegelung und das Verbauen einer Kaltluftschneise befürchtet. Die Verzögerungen im Bebauungsplanverfahren lägen aber nicht nur an der BI, wie Wosnitza betont. „Früher konnte man solche Projekte entspannter planen, heute braucht man eben mehr Gutachten zu allen möglichen Aspekten.“

Um das Neubaugebiet wurde von Beginn an viel gestritten

Oberhalb der Taubenstraße sollen am Ixheimer Kirchberg rund 50 Bauplätze auf 52.000 Quadratmetern entstehen. Das hat der Stadtrat bereits 2019 beschlossen. Um das Neubaugebiet wurde von Beginn an viel gestritten. So gab es im Stadtrat lange Diskussionen, ob die Stadt den Häuslebauern zu viele oder zu wenige Vorschriften in Sachen Klimaschutz macht, ob Zweibrücken überhaupt ein großes Neubaugebiet braucht, und wenn ja, ob dieses unbedingt am Kirchberg entstehen muss.

Die Bürgerinitiative sammelte über 1000 Unterschriften gegen das geplante Neubaugebiet, eine Rechtsanwaltskanzlei wurde eingeschaltet, die in dem Vorhaben eine Missachtung von Landesvorgaben sah. Die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd wies diesen Vorwurf aber zurück. Auch der Zweibrücker Naturschutzbeirat äußerte Bedenken gegen das Bauvorhaben, das aber laut Wosnitza kontinuierlich vorangetrieben wird.

Das Gelände im Hintergrund soll bebaut werden. Das gefällt nicht jedem.
Das Gelände im Hintergrund soll bebaut werden. Das gefällt nicht jedem.
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