Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Ideen für die Innenstadt? Elena Burghard sammelt sie

Elena Burgard ist die Ansprechpartnerin im Zweibrücker Innenstadtbüro in der Hauptstraße 52.
Elena Burgard ist die Ansprechpartnerin im Zweibrücker Innenstadtbüro in der Hauptstraße 52.

Wie lässt sich die Zweibrücker Innenstadt noch lebenswerter gestalten? Elena Burgard lädt zum Ideensammeln ein und sucht auch selbst nach Wegen, um das Leben im Stadtkern schöner zu machen.

Seit Mai ist Elena Burgard in den Räumen der ehemaligen Hypobank in der Hauptstraße 52 als Innenstadtkoordinatorin tätig. Diese Funktion hat sie von Lando Clemens übernommen, der das Büro Anfang 2023 bezogen und ein gutes Jahr später wieder verlassen hatte. Die Fachfrau für Stadtentwicklung bietet sich als Ansprechpartnerin an, wenn es darum geht, die Zweibrücker Innenstadt als lebendiges Stadtzentrum zu sichern und zukunftsfähig zu machen.

Seit ihrer Studienzeit befasst sich die Blieskastelerin mit dem Thema Stadtentwicklung. In Diensten der Stadt Homburg kümmerte sie sich um Verbesserungen am sozialen Brennpunkt Kaserne Erbach. Um in Zweibrücken tätig werden zu können, wechselte sie im Mai 2024 zum Büro Stadtberatung Dr. Sven Fries. Das Speyerer Fachbüro arbeitet seit Jahren auf vielfältige Weise mit Zweibrücken zusammen, wenn es um Stadtentwicklung geht. Auch beim Besetzen der Funktion der Innenstadtkoordinatorin: Diese wird als Angestellte des Büro Dr. Sven Fries nach Zweibrücken delegiert. So war es schon bei Lando Clemens gewesen, und so war es auch bei Lisa Doll, die das Speyerer Büro anschließend für die Zeit des Übergangs abgestellt hat.

Die nächsten Jahre will sie an Bord bleiben

Zweibrücken bezieht Fördergelder aus dem Bundesprogramm ,Lebendige Zentren/Aktive Stadt“; 2021 wurde für die Stadtmitte ein eigenes Entwicklungskonzept für die Innenstadt erarbeitet. Das ist ein auf mehrere Jahre angelegtes Programm mit mehr als 20 Baumaßnahmen, die von Bund und Land mit Millionen-Eurobeträgen bezuschusst werden. Auf der Liste stehen etwa der neulich begonnene Sportanlagen-Umbau auf dem Kleinen Exe, das Begrünen von Parkplätzen sowie Vorhaben in der Allee am Schwarzbach. Die hohe Förderung für solche Projekte wird unter der Voraussetzung gewährt, dass die Stadt einen Innenstadtkoordinator mit zentral gelegenem Büro hat. Gibt es den nicht, fließt die 90-prozentige Förderung für die Bauprojekte nicht.

Ihre Tätigkeit in Zweibrücken möchte Elena Burgard auf längere Sicht bekleiden. Mitte 2025 läuft die derzeitige Förderperiode aus der „Aktiven Stadt“ aus; im Rathaus wird zurzeit der Antrag auf Verlängerung bis 2029 ausgearbeitet.

Runder Tisch zum Thema Sicherheit

„Am Anfang waren erst mal jede Menge Klinkenputz-Gespräche angesagt“, erinnert sich Burgard. Seit Mai traf sie sich mit Vertretern von Bau- und Sozialamt, des Jobcenters, der Feuerwehr und vom Katastrophenschutz. „Alle möglichen Leute eben, die für die Innenstadt wichtig sind“, sagt die Blieskastelerin, die am Homburger Johanneum ihr Abitur gemacht hat. Gespräche mit Gewerbe und Handel überlässt sie eher dem Stadtmarketing und der Wirtschaftsförderung. „Aber auch mit denen komme ich regelmäßig zusammen.“

Elena Burgard möchte mithelfen, das Stadtzentrum „als Ort von Gesellschaft und Teilhabe zu stärken“. Deshalb liegt ihr der direkte Kontakt zu den Innenstadtbewohnern ganz besonders am Herzen. „Dass ich hier im Büro so viel Besuch bekomme, hätte ich nicht erwartet“, wird die Koordinatorin nicht müde, den Bürgern zu erklären, was sich in der Stadt so alles tut. „Die Leute fragen nach Leerständen in der Fußgängerzone, und vor allem die Sicherheit brennt ihnen auf den Nägeln“, hat sie beobachtet. „Zu diesem Thema planen wir deshalb fürs neue Jahr einen Runden Tisch mit Feuerwehr, Polizei, Quartiersmanagerin Kim Breisch und Vertretern der Quartiere Breitwiesen und Canadasiedlung.“ Und immer mehr Zweibrücker möchten sich ehrenamtlich für die Allgemeinheit engagieren. „Aber was man da so alles tun kann und wie man damit überhaupt anfängt, wissen viele nicht. Auch bei solchen Fragen bin ich gern behilflich.“

Sprechzeiten ausgeweitet

Im Moment, findet Elena Burgard, strahlen die früheren Hypobank-Räume „immer noch zu viel Bank-Atmosphäre aus. Deshalb möchte ich das Büro noch gemütlicher und einladender umgestalten.“ Als erster Schritt hat die Innenstadtkoordinatorin ihre Sprechzeiten ausgeweitet.

Info

Innenstadtkoordinatorin Elena Burgard, Hauptstraße 52, Telefon 06332 4783897, E-Mail innenstadtkoordinator.zw@stadtberatung.info
Sprechstunden: Montag 13 bis 16 Uhr, Dienstag und Donnerstag 8.30 bis 12.30 Uhr, Mittwoch 11 bis 14 Uhr. Weitere Termine sind nach Vereinbarung möglich.

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