Zweibrücken
Startschuss für Sportpark am Kleinen Exe
Wer derzeit am Schwarzbach spazieren geht und die Natur genießen will, sollte seinen Blick in Höhe des Kleinen Exerzierplatzes besser nicht vom Bachlauf weg zur anderen Seite wenden. Denn triste Asphaltwüste und ein ausgemergeltes Rasenstück hinter dem Maschendrahtzaun bieten alles anderen einen schönen Anblick. Das wird sich demnächst ändern.
Seit Dienstag prangt ein überdimensionales Schild an der Straße vor dem Platz. Es kündigt das große Projekt an: eine große, einladende und vielseitige Freisportanlage für die Zweibrücker. Der Maschendrahtzaun wird in den nächsten Tagen einem Bauzaun weichen, wie Oberbürgermeister Marold Wosnitza am Dienstag beim symbolischen Spatenstich verkündete. „Das ist ein Zeichen, dass es vorangeht“, freute sich der Stadtchef.
Skateanlage soll besser als das Vorbild werden
Auf dem Gelände am Schwarzbach zwischen Helmholtz-Gymnasium und AWO-Seniorenheim werden dann ein Basketball- und ein Handballfeld neu angelegt und ein Fitnessbereich, Rollsport- und Volleyballfelder sowie Anlagen für Leichtathletik geschaffen. Die Rasenfläche wird überarbeitet und neu eingesät. Bäume sollen in diesem Abschnitt gepflanzt werden. Die alte Skateboard-Anlage wird durch eine neue ersetzt, die das Kölner Fachbüro Landskate zusammen mit Zweibrücker Jugendlichen in Workshops und Planungstreffen entworfen hat. Vorbild dafür sei zwar eine ähnliche Anlage in Saarbrücken gewesen, aber: „Unsere wird wahrscheinlich größer und besser“, kündigte Wosnitza an. Der Kinderspielplatz bleibe während der gesamten Bauzeit frei zugänglich.
„Das Areal ist in die Jahre gekommen, jetzt wird es wieder ein Schmuckstück der Stadt“, sagte Sportdezernentin Christina Rauch. Wichtig sei dabei vor allem, dass eine vielseitige Sportanlage entstehe, die auch Grünflächen und Aufenthaltsbereiche umfasse.
Ende 2025 muss alles fertig sein
Die Abrissarbeiten sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen sein, dann vergibt der Stadtrat die Aufträge für den Aufbau. Im Vorfeld haben Kampfmittelexperten mit Sonargeräten nach verborgenen Sprengkörpern aus dem Zweiten Weltkrieg unter der Erde gesucht. „Bisher haben sie nichts gefunden. Ich hoffe, das bleibt so“, berichtete Wosnitza. Völlig ausschließen konnte der Stadtchef allerdings nicht, dass sich noch die ein oder andere böse Überraschung unter der Erde zeige, denn: „Bisher sind wir in dieser Achse immer fündig geworden.“
Sämtliche Arbeiten müssen bis Ende 2025 abgeschlossen sein, sonst gibt es Probleme mit dem Bund, der als Fördergeber 90 Prozent des rund 2,7 Millionen Euro teuren Vorhabens stemmt. Die restlichen zehn Prozent trägt die Stadt. Für die Förderzusage ausschlaggebend gewesen sei, dass das Projekt zum Thema „Sport und Bewegung“ große Wirkung in der Öffentlichkeit habe und viele Menschen daran teilhaben könnten, erklärte Angelika Glöckner, die für die Südwestpfalz im Bundestag sitzt, die Entscheidung aus Berlin.