Speyerer Umland RHEINPFALZ Plus Artikel Das sind die Menschen des Jahres im Speyerer Umland

Clemens Bengert
Clemens Bengert

Sie setzen sich für ihren Heimatort oder ihre Mitmenschen ein. Sie haben 2025 Herausragendes geleistet oder für Schmunzeln gesorgt. Die Rede ist von den Menschen des Jahres.

Als „einen Menschen, der sich mit Herz, Verstand und Tatkraft für die Menschen in Römerberg eingesetzt hat“ lobt Römerbergs Ortsbürgermeister Matthias Hoffmann im Juni Clemens Bengert. Dieser betreibt seit 1981 eine allgemeinmedizinische Praxis im Ort und ist auch noch mit Mitte 70 für die Römerberger da. Neben seiner ärztlichen Tätigkeit hat Bengert auch Spuren beispielsweise im Vorstand des Rot-Kreuz-Ortsverbands, als Jugendtrainer beim FV Berghausen oder als Ehren-Elferrat im Mechtersheimer Karnevalverein hinterlassen. Obwohl er aus Berghausen stammt, ist ihm wichtig, seine Heimatgemeinde als Einheit zu sehen. Er trage das „Römerberg-Gen“ in sich, verrät Bengert der RHEINPFALZ.

Wigald Boning
Wigald Boning

Komiker und Moderator Wigald Boning stammt zwar nicht aus dem Speyerer Umland, aber mit seinem Besuch im September hat er sich eine Erwähnung unter den „Menschen des Jahres“ verdient. Der 58-Jährige geht nämlich bei ziemlich ungemütlichem und kühlem Wetter im Waldseer Wolfgangsee baden. Warum das denn, werden sich manche fragen. Die Antwort: Boning steigt seit drei Jahren jeden Tag in ein Gewässer. Im Spätjahr ist ein Besuch in der Pfalz dran. Dass der Wolfgangsee einen berühmten Namensvetter in Österreich hat, ist für den Komiker natürlich eine Steilvorlage. Und so trällert er, bevor er ins kühle Waldseer Nass steigt, den Gassenhauer „Im weißen Rössel am Wolfgangsee“.

Hanna Schleihauf
Hanna Schleihauf

Die Römerbergerin Hanna Schleihauf, die an der Universität in Utrecht tätig ist, erforscht das Verhalten von Menschenaffen. Dazu verbringt sie jedes Jahr mehrere Wochen in Uganda. Ihr jüngstes Projekt bringt erstaunliche Erkenntnisse. Wissenschaftsmagazine und andere Medien berichten darüber: Die 38-Jährige führt Experimente mit Schimpansen durch. Diese zeigen: Die Tiere, die fast 99 Prozent ihres Erbguts mit dem Mensch teilen, sind zu rationaleren Entscheidungen fähig, als bisher angenommen. Das Thema Menschenaffen dürfte Schleihauf in Zukunft genauso wenig loslassen wie es bei der berühmten Primatenforscherin Jane Goodall, die dieses Jahr verstarb, der Fall war.

Elisabeth und Dominic Gaßler
Elisabeth und Dominic Gaßler

Seit mehr als 30 Jahren gibt es in Mechtersheim die Bioland-Hofgemeinschaft. Im Jahr 2025 stehen tiefgreifende Veränderungen an. Die Gründer wollen aus Altersgründen kürzer treten. Nicht selbstverständlich ist, dass sich ein Nachfolger für einen landwirtschaftlichen Betrieb findet. In diesem Fall gelingt es: Dominic und Elisabeth Gaßler, die aus Stutensee stammen, suchen ein Stück Erde, das sie bewirtschaften können. Mit der Römerberger Hofgemeinschaft funkt es sofort. „Wir haben gemerkt, dass wir ähnlich ticken“, sagt Gaßler, der den Hof biologisch weiterführt. Kleiner Wermutstropfen für die Römerberger: Den Hofladen und den Lieferservice gibt es nicht mehr.

Carmen Brothers
Carmen Brothers

Seit 25 Jahren bringt Carmen Brothers Kindern im Hallenbad in Lingenfeld das Schwimmen bei. Die Frau, die mittlerweile an der Ostsee lebt und in den Ferien in die Pfalz kommt, hat dafür ein pädagogisches Konzept entwickelt. Schwimmen sei das Schwerste, was wir lernen könnten. Brothers freut sich daher besonders, wenn ihre Schützlinge im Wasser Ängste überwinden sowie Mut und Sicherheit entwickeln. Sie weiß, dass der Bedarf da ist. Laut Deutscher Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) konnten im Jahr 2022 etwa 20 Prozent der Grundschulkinder nicht schwimmen. Brothers rät, so früh wie möglich, damit zu beginnen. Für sie sei es Erholung, wenn die Kinder selbstständig werden.

Kerstin Mache und Maik Hohmann
Kerstin Mache und Maik Hohmann

Kerstin Mache und Maik Hohmann aus Dudenhofen sind zwei von bundesweit rund 50.000 Schülerlotsen. Die beiden sorgen gemeinsam mit ihrem Helfer-Team jeden Morgen bei Wind und Wetter in Dudenhofen dafür, dass Kinder sicher über die Straße an der Grundschule kommen. „Die meisten Autofahrer sind sehr nett und verstehen die Notwendigkeit. Nur vereinzelt gibt es Menschen, die sich aufregen“, sagt Mache. Ihren Angaben zufolge sind nicht nur Eltern von Grundschulkindern Schülerlotsen. Es gebe auch eine Frau, die keine Kinder mehr in der Schule habe, sich aber dennoch als Lotsin engagiere. „Es ist ein schönes Gefühl, Gutes zu tun. Besonders, wenn es mit Kindern zu tun hat“, sagt Hohmann.

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