Rhein-Pfalz-Kreis „Tag der offenen Gartentür“: Wo überall in Nachbars Garten geschaut werden kann
Obstbäume, Kräuterpflanzen, Tümpel, Gemüsegewächse, Brunnen, Hochbeete oder viel Rasenfläche: Jeder Garten ist einzigartig angelegt. Mit dem „Tag der offenen Gartentür“ möchte der Verband der Gartenbauvereine Saarland/Rheinland-Pfalz genau solche Anregungen für Hobbygärtner ermöglichen: Am Sonntag, 15. Juni, können Interessierte die privaten Anlagen anderer Liebhaber anschauen und so Anregungen für den eigenen Garten sammeln.
Damit möchte der Verband der Gartenbauvereine laut Mitteilung für die Erhaltung und das Anlegen lebendiger, liebevoll gestalteter Gärten werben. Auch im Rhein-Pfalz-Kreis beteiligen sich einige Gartenbesitzer an der Aktion und zeigen ihre vielfältigen Grünanlagen mit verschiedenen Stilrichtungen und Schwerpunkten. Ein Überblick, wo im Kreis am Sonntag überall das Gartentürchen offen steht.
Diese Gärten sind im Rhein-Pfalz-Kreis dabei
Naturgarten Fußgönnheim: Von 11 bis 16 Uhr können Gartenliebhaber sich am Sonntag eine Anlage in Fußgönheim anschauen. Sie liegt am Friedhof an der Bahnhofstraße (gegenüber den Hausnummern 29/31), zwischen Bahnhofstraße und „Im Lebküchel“. Besucher können in diesem Staudengarten ein sogenanntes Sandarium und Benjeshecken bestaunen. Ein Sandarium ist ein künstlich angelegter Sandbereich, der speziell für bodennistende Wildbienen und andere Insekten als Nistplatz dient. Eine Benjeshecke besteht hingegen überwiegend aus aufgeschichteten Ästen und Zweigen. Sie bietet einen natürlichen Sichtschutz und Lebensraum für zahlreiche Tiere, insbesondere Insekten und Vögel. Die Benjeshecke leistet wie das Sandarium einen Beitrag für die Artenvielfalt. Angelegt wurde der Garten vom Verein „ArtenErben“ unter Mithilfe des professionellen Gartengestalters Joachim Hegman. Die Stauden dort sind trocken- und hitzeresistent und sollen als Blühwiese für Bienen und andere Insekten dienen. Trockensteinmauern erleichtern zudem die Ansiedlung von anderen Tieren wie Eidechsen. Der Garten war Zweitplatzierter beim Wettbewerb „Deutschland summt“ 2024 in der Kategorie „Kommunale Flächen“.
Garten der katholischen Kirche St. Nikolaus in Neuhofen: In Neuhofen machen gleich drei Gärten beim „Tag der offenen Gartentür“ am Sonntag mit. Die Anlage der katholischen Kirche St. Nikolaus in der Schillerstraße 4 kann von 10 bis 18 Uhr begutachtet werden. Der Eingang befindet sich bei der braunen Tür an der weißen Wand hinter der katholischen Kirche (gegenüber Schillerstraße 4). Der kleine Kirchengarten ist Heimat für viele Insekten. Außerdem wachsen in der naturnahen Grünanlage Spezialitäten wie zum Beispiel Muskatellersalbei, Balkan–Bärenklau, Schnee-Forsythie oder Knöpfchensträucher.
Diethelm Braun und Thomas Large in Neuhofen: Auch in der Ringstraße 21b steht das Gartentor am Sonntag von 10 bis 18 Uhr offen. In diesem naturnahen, wildromantischen Garten in Waldrandlage können Interessierte einen Teich, Sitzecken, Rosen, Stauden, Kakteen und Strauchpäonien beäugen. Außerdem steht im Eingangsbereich eine Sammlung alter Werkzeuge und Handwerksgeräte.
Helmut Spindler und sein Jardinetto d´Arte in Neuhofen: Der Name ist Programm! In dem kleinen naturnahen Garten in der Neuhofener Freiligrathstraße 19 sind keramische Kunstobjekte von Helmut Spindler integriert, die sich an Motive der griechischen Mythologie, aber auch an die Kunst des 20. Jahrhunderts anlehnen. Von 10 bis 18 Uhr kann das stilvolle Arrangement von heimischen Pflanzen und Kunstobjekten betrachtet werden. Im Jardinetto d´Arte kommen sowohl Hobbygärtner als auch Kunstliebhaber auf ihre Kosten.
Alois Nieser in Waldsee: In Waldsee ist das Gartentor – wie in Neuhofen – ebenfalls bei drei Grünanlagen am Sonntag geöffnet. Alois Nieser beteiligt sich mit seiner Grünanlage am Rand von Waldsee an der Aktion von 10 bis 18 Uhr. Dort können „Am Brünnel“ unter anderem über hunderte Rosen bestaunt werden.
Simone und René Röll in Waldsee: Der weitläufige Garten von Simone und René Röll steht am Sonntag in der Waldseer Akazienstraße 20 für Besucher offen. Mit seinem zentral gelegenen Teich mit beheimateten Amphibien erinnert er an einen kleinen Park. Inspirierend sind die Seerosen und der reich umrankte Rosenbrunnen, ebenso wie die insektenfreundlichen Beete und Obstbäume. Das besondere Highlight ist aber die schöne Außenküche und das Kinderhaus.
Stefanie und Klaus Zickgraf in Waldsee: In der Schulstraße 11 in Waldsee können Interessierte den naturnahen Garten von Stefanie und Klaus Zickgraf an einem ehemaligen Bauernhaus von 10 bis 18 Uhr besuchen. Im grünen Innenhof wachsen Feigen, Kiwis und Weintrauben. Außerdem gibt es einen Backsteinturm, diverse Sitzecken, einen großen Naturschwimmteich und ein rustikales Gartenhaus sowie einen Hühnerstall zu begutachten.
Der Verband der Gartenbauvereine Saarland/Rheinland-Pfalz möchte als Organisator des „Tags der offenen Gartentür“ die Wertschätzung für die Gartenkultur fördern. Gerade in Zeiten wie diesen sei der Aufenthalt und die Beschäftigung in Grünanlagen eine Wohltat, heißt es in einer Mitteilung. Inspiration dafür gibt es im Rhein-Pfalz-Kreis am Sonntag allemal.
Noch Fragen?
Eine vollständige Liste aller Gärten, die in Rheinland-Pfalz und dem Saarland bei der Aktion mitmachen, gibt es im Netz unter www.gartenbauvereine.de/saarland_rheinland-pfalz