Speyerer Umland Schwimmende PV-Anlage: Jetzt beginnt das Genehmigungsverfahren

Aus der Luft: Die Bannweide liegt zwischen Otterstädter Altrhein und Reffenthal am Rhein. Sie beherbergt ein Kieswerk der Firma
Aus der Luft: Die Bannweide liegt zwischen Otterstädter Altrhein und Reffenthal am Rhein. Sie beherbergt ein Kieswerk der Firma Rohr.

Im vergangenen Teil des Sommerquiz’ war die Bannweide bei Otterstadt gesucht. Auf dem Gewässer ist eine Photovoltaikanlage geplant. Wie ist der aktuelle Stand?

Die Bannweide entstand in den 1960er-Jahren durch den Abbau von Sand und Kies. Heute gewinnt die Firma Rohr dort diese für die Bauindustrie relevanten Rohstoffe. Sie plant seit rund drei Jahren gemeinsam mit den Stadtwerken Speyer, auf dem See eine schwimmende Photovoltaikanlage zu installieren. Mit der Anlage soll Strom für die Kiesgewinnung erzeugt werden, der Rest fließt ins öffentliche Netz. Im April vergangenen Jahres machte die Ortsgemeinde Otterstadt den Weg für das Projekt frei, indem sie den Pachtvertrag mit der Firma Rohr für das Gewässer bis zum Jahr 2050 verlängerte. Das war Grundlage dafür, die Pläne für die schwimmende Photovoltaikanlage weiter zu verfolgen.

Seitdem ist es öffentlich ruhig um das Projekt geworden: Im Hintergrund wurde jedoch weitergearbeitet. Nach Angaben von Robert Gard, Prokurist bei der Firma Rohr, ist der Antrag auf Fortführung der Kiesgewinnung, einschließlich der Errichtung einer schwimmenden PV-Anlage, auf dem Weg zur Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd in Neustadt. Die Behörde muss über das Projekt entscheiden. Sprecherin Ulrike Schneider teilte auf Anfrage mit, dass Ausgangsbasis für die PV-Anlage die erforderliche wasserrechtliche Genehmigung für die Fortführung des Kiesabbaus bis 2050 sei. „Sofern die PV-Anlage in diesem Zusammenhang als ,dienende’ Anlage zum Kieswerk genehmigt werden soll, ist diese in ihrer Größe dahingehend beschränkt, dass der überwiegende Teil des produzierten Stroms im Kieswerk verwendet werden muss. Überschüsse können in das Netz eingespeist werden. Der Betrieb der Anlage ist außerdem auf den Zeitraum des Kiesabbaus zu befristen“, erläutert die SGD-Sprecherin. Im Genehmigungsverfahren werde geprüft, ob sämtliche wasser- und naturschutzrechtliche Bestimmungen eingehalten werden. Ein maßgebender Punkt sei, dass die PV-Anlage im Flora-Fauna-Habitat (FFH) sowie im Vogelschutzgebiet liegt.

Naturschutz spielt eine große Rolle

Rohr-Prokurist Robert Gard zufolge ist deshalb ein naturschutzfachliches Gutachten Teil des Antrags. Er begründet damit auch die Zeit, die vergangen ist, bis die Laufzeitverlängerung für den Kiesabbau und die PV-Anlage bei der SGD beantragt werden konnten. Das Gutachten müsse mehrere Jahreszeiten umfassen. Dadurch könne gut und gerne ein Jahr vergehen, bis alle Daten gesammelt sind, so Gard. Wann mit einer Entscheidung über die PV-Anlage gerechnet werden kann, ist noch unklar. SGD-Sprecherin Schneider merkt an, dass auch Fachbehörden beteiligt werden müssen.

Die Firma Rohr hat vor zwei Jahren bereits ein ähnliches Projekt auf der Schlicht – ihrem Baggersee – zwischen Neuhofen und Waldsee verwirklicht. Nach Angaben von Robert Gard läuft die dortige PV-Anlage reibungslos. An sonnigen Sommertagen laufe die Energieversorgung des dortigen Kieswerks rein durch Strom von der PV-Anlage, sagt er. Die Anlage soll ihm zufolge noch größer werden, wenn die Firma dort durch Auskiesung mehr Wasserfläche zur Verfügung hat.

Sommerquiz: Jetzt wird wieder ein Gebäude gesucht

Die Bannweide bei Otterstadt war Teil unseres Sommerquiz’. Im vierten Teil begeben wir uns in einen anderen Ort im Speyerer Umland. Welches Gebäude zeigt das nächste Foto und wo befindet es sich? Wenn Sie ein aufmerksamer Leser der RHEINPFALZ sind, könnten Sie erkennen, worum es sich hier handelt, denn alle Motive des diesjährigen Sommerquiz' waren Teil der Berichterstattung in der Speyerer Rundschau. Die Fotos wurden aufgenommen in Waldsee, Otterstadt, Dudenhofen, Harthausen, Hanhofen, Römerberg, Schwegenheim oder Lingenfeld. Wer erkennt, was auf dem Bild zu sehen ist, kann die Antwort per E-Mail an verlosung-speyer@rheinpfalz.de oder per Post an DIE RHEINPFALZ, Lokalredaktion, Heydenreichstraße 8, 67346 Speyer schicken. Bitte Name und Wohnort angeben. Unter allen richtigen Einsendungen verlosen wir jede Woche eine Edelstahl-Lunchbox „Wir leben Pfalz“, ein Set RHEINPFALZ-Gästehandtücher „Trocken/Halbtrocken“ und zwei RHEINPFALZ-Dubbetassen in der Größe 0,5 Liter. Einsendeschluss ist Sonntag, 3. August.

Nächstes Sommerquiz: Welches Gebäude ist im Rückspiegel zu sehen und wo ist es?
Nächstes Sommerquiz: Welches Gebäude ist im Rückspiegel zu sehen und wo ist es?

Die Gewinner

Zwei RHEINPFALZ-Dubbetassen hat Stefanie Reiland aus Waldsee gewonnen. Ein RHEINPFALZ-Gästehandtuch-Set geht an Christel und Ernst Holz aus Otterstadt. Eine Edelstahl-Lunchbox bekommt Peter Ackermann aus Otterstadt. Die Preise können in der Lokalredaktion, Heydenreichstraße 8, in Speyer abgeholt werden: von Montag bis Freitag, 10 bis 12 und 14 bis 16 Uhr.

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