Heuchelheim bei Frankenthal
Rat stimmt für Bau weiterer Windräder
Vorgestellt hatte die Lambsheimer Firma Gaia dem Rat das Projekt bereits im Januar. Dessen Mitglieder hatten das Thema zunächst in die Fraktionen zurückgegeben. Nun bittet die VG-Verwaltung um eine Entscheidung. Der Erste Beigeordnete, Torben Klink (FWG), der die Sitzung für den erkrankten Ortsbürgermeister Frank Klingel (FWG) leitete, sagte, dass seine Partei dem Projekt positiv gegenüberstehe. Das begründete er unter anderem mit den Klimazielen der Bundesregierung, bis 2022 das letzte Atomkraftwerk abzuschalten und bis 2030 aus der Kohlekraft auszusteigen. Stattdessen müsse man die Windkraft vorantreiben.
Einnahmen kommen Kita zugute
Klink bezog sich auf einen noch zu verabschiedenden Gesetzestext, wonach künftig Ortsgemeinden an der durch Windkraft erzeugten Energie mit 0,2 Cent pro Kilowattstunde (kWh) profitieren sollen. Für Heuchelheim, rechnete er vor, mache dies bei zwei Windrädern 51.200 Euro pro Jahr aus. „Die Windräder drehen sich für unsere Kita“, sagte er und bezog sich auf die Kita-Erweiterung, für die sich die geschätzten Kosten auf rund 1,5 Millionen Euro belaufen.
Stephan Fritsche (FWG) erinnerte daran, dass noch andere Großprojekte anstünden. Ute Keil (CDU) sowie Petra Obermüller und Wolfgang Ohndorf (beide SPD) begründeten eine Ablehnung des Projekts mit der Größe der neuen Anlage und der Belästigung der Bürger durch Schallemissionen. Die Fraktion sah zudem keinen Grund, eine Sonderbaufläche auszuweisen, weil die Förderung für vorhandene Windräder bis 2024 ausliefe und diese erneuert oder rückgebaut werden müssten. Der Projektierer könne dann doch diese Flächen nutzen, und wertvolles Ackerland bliebe erhalten. Manfred Eberle (FWG), seineszeichens Landwirt, gab zu, im Grunde gegen den Bau neuer Windräder zu sein. Jedoch sei der Lärm erträglich, im Ort könne man nichts hören. Er stimme deshalb für die Windräder als „kleineres Übel“.
Bei der anschließenden Abstimmung im Rat überwog die absolute Mehrheit der FWG-Stimmen, die sich für den Bau weiterer Windkraftanlagen aussprachen – gegen das Nein eines anwesenden CDU-Mitglieds und der zweiköpfigen SPD-Fraktion.