Heuchelheim
Rat stimmt für neue Heizung im Zuge der Kita-Erweiterung
Der Betrieb einer weiteren Gruppe sowie Neben- und Büroräume sollen durch die Vergrößerung der Heuchelheimer Kita ermöglicht werden. Von den geschätzten Kosten in Höhe von 1,5 Millionen Euro sind bislang 226.800 Euro als Landes- und Kreiszuschüsse avisiert, wie Ingmar Jurna vom Architekturbüro Reiser und Jurna aus Eisenberg in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats erläuterte.
Aktuelle Heizanlage „in der Grauzone“
Jetzt soll noch etwas mehr Geld in die Hand genommen und die veraltete Heizungsanlage aus den 1960er- und 70er-Jahren erneuert werden. Laut Dietmar Stoll, Geschäftsführer des gleichnamigen Kaiserslauterer Planungsbüros für Haustechnik, befindet sich die Anlage technisch „in einer Grauzone“. „Wenn wir auf diesem Stand weiterarbeiten würden, machten wir uns strafbar“, sagte er in der Sitzung.
Zu einer Sanierung riet Stoll auch deshalb, weil derzeit Fördermittel üppig flössen, sich das in den nächsten Jahren aber voraussichtlich wieder ändern werde. Die Kosten für die Sanierung der Heizung inklusive der Infrastruktur belaufen sich laut Stoll auf rund 200.000 Euro. Das Vorhaben befürworteten die Mitglieder des Gemeinderats.
Allerdings soll auf Anregung von Sabine Josy von der Bauabteilung der Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim dieser Posten aus den Gesamtplanungskosten herausgenommen werden. Hintergrund: So könne ein Zuschuss über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt werden. Angedacht ist eine Kombination aus Wärmepumpe und Pellets. Außerdem wurde seitens der Ratsmitglieder eine Solar- oder Fotovoltaikanlage gewünscht.
Von Senkung der Mehrwertsteuer profitieren
Stoll riet zur Eile, um innerhalb der nächsten sechs Monate von der Senkung der Mehrwertsteuer zu profitieren. Damit sorgte er bei der Verwaltungsfachfrau Josy für ein Lächeln. So schnell sei das Vorhaben nicht umzusetzen, erklärte sie. Allerdings sei der Bauantrag fertig und könne eingereicht werden.
Wie berichtet, musste der Bebauungsplan „Am Schloss“ geändert werden. Die eingegangenen Stellungnahmen aus der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung wurden laut Ortsbürgermeister Frank Klingel (FWG) im Bauausschuss besprochen. Dessen Empfehlungen folgte der Rat. Damals hatte unter anderem ein Nachbar moniert, dass eine Erweiterung bei den veranschlagten Kosten unwirtschaftlich sei. Er schlug vor, neben der Feuerwehr einen Neubau zu errichten. Das floss jedoch nicht in den Bebauungsplan ein. Bevor dieser rechtskräftig wird, muss er ein zweites Mal öffentlich ausgelegt werden.