Dudenhofen RHEINPFALZ Plus Artikel Neujahrsempfang: Viele Menschen leisten Beitrag für gutes Dorfleben

Erfolgreiche Dudenhofener Sportler und andere Vorbilder sind beim Neujahrsempfang geehrt worden.
Erfolgreiche Dudenhofener Sportler und andere Vorbilder sind beim Neujahrsempfang geehrt worden.

In seinem Optimismus sah sich Dudenhofens Ortsbürgermeister Jürgen Hook (SPD) beim Neujahrsempfang in der Festhalle durch eine „eindrucksvolle Wahlbeteiligung“ bei der Kommunalwahl und viele „neue Gesichter“ im Gemeinderat bestätigt. Und Hook, der mit den Bürgern auf eine positive Zukunft „der wunderschönen Gemeinde Dudenhofen“ anstieß, mag Superlative.

Die Kommunalwahl im Juni war für Jürgen Hook „das Ereignis 2024 schlechthin“. In der Wahlbeteiligung von an die 74 Prozent sah der Dudenhofener Ortschef die Bestätigung, wie wichtig den Bürgern das politische Geschehen im Ort ist. Erfreulich sei zudem, dass einige bereit waren, direkt politische Verantwortung zu übernehmen: „Zahlreiche neue Gesichter wurden in den Gemeinderat gewählt, engagieren sich nun aktiv in den verschiedenen Ausschüssen.“ Hook dankte am Donnerstagabend beim Neujahrsempfang den neuen und den bestätigten Ratsmitgliedern, erstmals den Vorschlag von zwei Beigeordneten mit unterschiedlichen Geschäftsbereichen mitgetragen zu haben. Für ihn sei das eine spürbare Entlastung und ein längst überfälliger Schritt. „Die Ehrenamtlichkeit eines Ortsbürgermeisters stößt bei über 6000 Einwohnern, 75 Beschäftigten und zahlreichen Aufgaben zunehmend an Grenzen.“ Auch mit Blick zum Römerberger Kollegen Matthias Hoffmann (Grüne) – Römerberg hat über 10.000 Einwohner – stelle sich die Frage, wann das Land endlich gegensteuere. Auch die Wahl des Seniorenbeirats verdeutliche die Bereitschaft von Menschen, sich kommunal zu betätigen. Leiste jeder auch nur einen kleinen Beitrag, könnten die Herausforderungen, auf viele Schultern verteilt und gemeistert werden, sagte Hook.

Die Notwendigkeit zum Beschluss einer Nachtragshaushaltssatzung begründete er mit Mehrausgaben für den geplanten Bau des Horts. Stand jetzt hätten sich die Kosten von ursprünglich 1,37 Millionen um rund 227 Prozent auf 4,484 Millionen Euro erhöht. An weiteren „Anpassungen“ nannte er die Erhöhung von Kreis- und Verbandsgemeinde-Umlage, Hofsanierung der Grundschule, Kauf eines Bürgerbusses und gestiegene Preise beim Straßenausbau.

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Sitzen blieb die Gemeinde auf ihren Grundstücken im Neubaugebiet „Dreißig Morgen“. Gelingen soll der Verkauf im Jahr 2025. Ein erhoffter Erlös von 1,65 Millionen ist zum Ausgleich von Ergebnis- und Finanzhaushalt 2025 schon mal eingeplant. Die Aufsichtsbehörde muss dem noch zustimmen.

Ortsbürgermeister will alle Altersklassen einbeziehen

Aber zurück zu den angenehmen Dingen: Von der Feier des 50-jährigen Bestehens der Partnerschaft mit Martell/Südtirol (24. bis 27. April 2025) im Spargeldorf erhofft sich Hook „ein gesellschaftliches Highlight“. Der Gegenbesuch ist für den 23. bis 26. Oktober vorgesehen. Was sonstige Feste anbelangt, nannte er das Spargelfest, die Kerwe und den Weihnachtswaldbasar mit zuletzt 9000 Gästen. Wichtig ist dem Bürgermeister auch, alle Generationen ins Dorfleben einzubeziehen. Als Beispiele nannte er den Seniorennachmittag und den Ausflug nach Michelstadt, den Neugeborenenempfang sowie die Einschulung von mehr als 70 Kindern.

Sorgen bereitet Hook die politische Entwicklung insgesamt. Extremistische Strömungen gewinnen an Einfluss, „etwas, das wir in Deutschland nie wieder erleben dürfen.“ Auch bei berechtigter Kritik an den etablierten Parteien sei das keine Lösung.

Den Empfang begleiteten Sängerin Valerie Koning, Sternsinger, Schornsteinfeger, Faschingsprinzessin Lara I., Bauchredner Franz Lorenz und das Tanzpaar Kravcenko

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