Maxdorf RHEINPFALZ Plus Artikel Nach Rettung: Schulterschluss zwischen Eltern und Schule

Die Bergwacht hat die Gruppe per Helikopter gerettet.
Die Bergwacht hat die Gruppe per Helikopter gerettet.

Der Schulelternbeirat des Maxdorfer Gymnasiums lobt den besonnenen Umgang mit der Situation nach der dramatischen Rettung von 99 Kinden und acht Lehrern.

Gegen 21.45 Uhr kam die Nachricht in Maxdorf an, dass alle 99 Schüler sowie die acht Lehrer wohlbehalten zurück in der Unterkunft sind. „Wir haben die Stunden zuvor sehr ruhig erlebt, mit wenig Aufregung“, sagt Stefanie Mertel, Sprecherin des Schulelternbeirats des Maxdorfer Lise-Meitner-Gymnasiums. Die Schülergruppe ist bei einer Klassenfahrt ins österreichische Kleinwalsertal bei einer Wanderung über den Heuberggrat in Bergnot geraten. Zwei Helikopter und rund 60 Rettungskräfte waren am Dienstag im Einsatz, um alle in Sicherheit zu bringen. Offenbar wurde der Schwierigkeitsgrad der Route falsch eingeschätzt, auch das Schuhwerk der Kinder war laut österreichischer Polizei nicht angemessen. Der Weg war durch Regen schlammig und rutschig geworden.

„Wir wussten zu jeder Zeit, dass sich in der Notsituation gut um die Kinder gekümmert wird“, sagt Mertel. Sie lobt die Informationspolitik des LMG-Schulleiters Martin Storck als „besonnen und unaufgeregt“. Die Eltern seien über die Elternsprecher immer informiert gewesen. „Das war der schnellste Weg“, sagt Mertel. Die Eltern seien froh gewesen, dass die Fahrt bis zur geplanten Rückkehr am Freitagabend fortgesetzt wurde.

Auch Rainer Schädlich, Elternsprecher in einer der siebten Klassen, die in Österreich war, bestätigt, dass die Kinder sich sofort nach der Rettung zu Hause melden konnten. „Die Handys waren da, sie hätten die ganze Nacht anrufen können, wenn sie gewollt hätten“, sagt er. Für ihn gibt es einen Schulterschluss zwischen Schule und Eltern. „Das ist alles sehr vertrauensvoll“, sagt er. Die Rettung sei derweil sehr professionell gelaufen, berichtet Schädlich nach einem Gespräch mit den Einsatzkräften vor Ort, die auch das Verhalten der Lehrer gelobt hätten. Er kann es einordnen: Schädlich ist Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Rhein-Pfalz-Kreises.

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