Bobenheim-Roxheim Nach Regenzeit: Wo jetzt mit Mücken zu rechnen ist

Im nördlichen Rhein-Pfalz-Kreis ist die Tigermücke der Kabs zufolge noch kein Problem.
Im nördlichen Rhein-Pfalz-Kreis ist die Tigermücke der Kabs zufolge noch kein Problem.

Trotz der für August ungewöhnlich lang anhaltenden Regenzeit sehen die Mitarbeiter der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (Kabs) den kommenden Wochen entspannt entgegen. Wenn die Wettervorhersage so bleibt, werde die Kabs entlang des Rheins kaum Einsätze haben. Wie Xenia Augsten, Pressesprecherin der Kabs, auf RHEINPFALZ-Anfrage bestätigt, hat auch der viele Regen der vergangenen Wochen wenig Einfluss auf die Stechmückenpopulation am Rhein und rund um die Baggerseen der Region gehabt.

Ein Grund dafür ist auch der Pegelstand des Rheins. „Der Trend bei der Hochwasserzentrale geht wieder Richtung Niedrigwasser“, sagt Augsten. Trotz des Regens sei der Rhein nördlich von Speyer nie über Mittelwasser, also den gemittelten Wasserstand, hinaus gekommen. Deshalb habe es auch rund um den Altrhein bei Bobenheim-Roxheim keinerlei Kabs-Einsätze gegeben – erst recht keine Helikopter-Einsätze.

Brutstätten zu trocken für Stechmücken

Damit setzt sich in diesem Jahr der Trend aus dem Frühjahr fort, dass es für die Sumpfwaldstechmücken, deren Brutstätten von steigenden Grundwasserpegeln profitieren, schlicht zu trocken ist. Andere Mücken haben jedoch von den Regenfällen profitiert: exotische Mücken wie die Tigermücke sowie die Hausstechmücke konnten sich in dieser Zeit in Gefäßen mit stehendem Wasser vermehren, wie Augsten anmerkt. Die Kabs mache deshalb sogar Hausbesuche. Der nördliche Rhein-Pfalz-Kreis gehört Augsten zufolge bislang aber nicht zu den Gebieten, in denen die Kabs Tigermücken gezielt bekämpft.

Ein bisschen mehr Arbeit als im Frankenthaler Umland haben die Schnakenbekämpfer der Kabs zuletzt im südlichen Rhein-Pfalz-Kreis gehabt.

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