Rhein-Pfalz-Kreis
Mehr Besucher und ein Haken
Pascal Forgerit muss gar nicht lange nachdenken bei der Eingangsfrage. Der Chef der Schwimmbäder im Rhein-Pfalz-Kreis bezeichnet die Freibadsaison, die jetzt dem Ende zugeht, als „sehr gut“. Schaut man auf die Statistik, dann hat er dazu auch allen Grund. Denn im Aquabella in Mutterstadt, im Kreisbad Schifferstadt und im Kreisbad in Römerberg gab es zwischen 1. Mai und 10. September dieses Jahres steigende Besucherzahlen.
Die offiziellen Angaben der Verwaltung des Rhein-Pfalz-Kreises lesen sich dann auch wirklich sehr gut. In Schifferstadt kamen mit 34.630 fast 5000 Besucher mehr im Vergleichszeitraum. In Römerberg waren es mit knapp 10.000 fast 3000 mehr. Und in Mutterstadt passierten über 70.000 Menschen den Eingang, gut 2500 mehr als im Vorjahr. „In Mutterstadt mussten wir an sehr heißen Tagen sogar ein paar Mal ab 14 Uhr einen Einlassstopp verhängen“, sagt Forgerit. Auch in Schifferstadt sei das der Fall gewesen.
Sonderfall Heidespaß
Wer jetzt genau mitgezählt hat, dem ist aufgefallen: Da fehlt ein Kreisbad. Richtig. Das Heidespaß in Maxdorf ist, und dessen ist man sich bei der Kreisverwaltung auch bewusst, wohl einer der Gründe, warum sich die Statistik bei den anderen Bädern in diesem Jahr so gut liest, ist die Tatsache, dass der Schwimmbereich im Heidespaß wegen eines Wasserschadens Ende Januar lange geschlossen bleiben musste. Weshalb Forgerit auch von einem „abwechslungsreichen Jahr“ spricht. Und doch: Zwischen 17. Juli und 10. September kamen dann noch 14.256 Besucher ins Bad, 1367 mehr als im Vorjahr.
Pascal Forgerit nennt weitere Gründe, warum es bei den Kreisbädern so gut gelaufen sein könnte. Zum einen führt er die heißen Tage im Sommer an. „Und das Bademaxx in Speyer hatte auch noch drei Wochen zu.“ Das hat den Kreisbädern selbstverständlich in die Karten gespielt. Der Wasserschaden im Heidespaß ist auch ein Grund, warum alle Kreisbäder mit einem entsprechenden Warnsystem ausgestattet werden.
Revision erst 2026
„Die Bäder sind sehr gut angenommen worden“, freut sich Forgerit im RHEINPFALZ-Gespräch. Auch die Besucher seien sehr angenehm gewesen. So habe man in diesem Jahr zum Beispiel in Schifferstadt keine Hausverbote aussprechen und auch nicht die Polizei wegen irgendeines Vorfalls holen müssen.
In Maxdorf habe man während der zwangsweisen Schließung die Revision vorgezogen. Die nächste findet laut Plan erst wieder von 21. September bis 4. Oktober 2026 statt. Auch die anderen Bäder müssen sich erst wieder im kommenden Jahr der Revision stellen. In Schifferstadt von 16. bis 29. März, in Mutterstadt von 13. bis 26. April und in Römerberg von 4. bis 17. Mai.
„Bäder in gutem Zustand“
Die Bäder seien generell in gutem Zustand, sagt Forgerit. In Römerberg soll noch eine Automatisierung der Filterspülanlage eingebaut werden. „Aber davon werden die Badegäste nichts mitbekommen.“ Ansonsten sei nichts geplant. Na ja, fast. Denn das Kreisbad in Schifferstadt soll schließlich in absehbarer Zeit grundsaniert werden.
So kann sich Pascal Forgerit angenehmeren Terminen widmen. Zum Beispiel der Inbetriebnahme des Ganzjahresaußenbeckens in Maxdorf. Das Wasser werde dort eine Temperatur von 33 Grad haben, kündigt er an. Sprudelliegen und Massagedüsen sollen den Badegästen den Aufenthalt dort so entspannend wie möglich gestalten.
Die Außenbereiche in Schifferstadt und Maxdorf seien schon geschlossen. In Römerberg gibt es keinen Außenbereich. In Mutterstadt steht das mittlerweile schon traditionelle Ende der Freibadsaison im Kreis mit dem Hundeschwimmen am 21. September auf dem Plan. 150 bis 200 Zweibeiner werden mit ihren Vierbeinern erwartet.
Und wer sich noch einen Termin fürs Aquabella notieren will: Am 7. November steht laut Kreisverwaltung die lange Saunanacht auf dem Programm.
Termin
Hundeschwimmen im Mutterstadter Aquabella am 21. September, 10 bis 18 Uhr. Eintritt: drei Euro. Für den Badebetrieb ist das Hallenbad von 9 bis 18 Uhr geöffnet.