Frankenthaler Umland
Malu Dreyer übergibt Kipki-Förderbescheid
Es blieb noch etwas Zeit für ein kleines Gespräch und ein paar Fotos mit der Ministerpräsidentin, nachdem der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim Michael Reith (SPD), die Ortsbürgermeister sowie weitere Vertreter der VG im Heßheimer Bürgerhaus einen Förderbescheid in Höhe von knapp 500.000 Euro entgegennehmen durften. Das Geld stammt aus dem Förderprogramm Kommunales Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation (Kipki), welches das Land Rheinland-Pfalz Anfang 2023 ins Leben gerufen hatte, um den Kommunen beim Klimaschutz und bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels zu helfen. Das Programm, mit einem Volumen von 250 Millionen Euro ausgestattet, „ist das bundesweit größte Projekt dieser Art“, betonte Dreyer bei der Übergabe. 180 Millionen Euro davon fließen in die Gemeinden, umgerechnet 44 Euro pro Einwohner.
Um davon zu profitieren, sollten die Gemeinden im vergangenen Jahr Projekte benennen, die sie mit den Geldern finanzieren wollen. Mit den Bewilligungen sei es Dreyer zufolge im Januar losgegangen. Lukrativ hat das Land die Förderung dadurch gemacht, dass sich die Gemeinden finanziell nicht beteiligen müssen.
Geld vor allem für Fotovoltaik und LEDs
In Bobenheim-Roxheim war es nicht einfach, solche Projekte vorzubereiten. In der Verwaltung fehlten aufgrund von Personalmangel die Kapazitäten dafür. Dennoch konnte auch Bürgermeister Michael Müller (SPD) gestern, vor Dreyers Besuch in Heßheim, persönlich einen Bescheid in Höhe von 294.412 Euro für die Umrüstung auf LED bei Straßenbeleuchtung und beim Feuerwehrhaus von ihr entgegennehmen.
Die VG Lambsheim-Heßheim entschied sich laut Beschluss des VG-Rats im März 2023 dazu, das Geld je nach Einwohnerzahl direkt in die sechs Ortsgemeinden fließen zu lassen. Dabei steht die Förderung von Fotovoltaikanlagen im Vordergrund – fast die Hälfte des Geldes fließt in derartige Projekte, etwa für die Kitas in Heßheim und Kleinniedesheim. In Großniedesheim wird damit die Wärmepumpe für die Friedenshalle finanziert, in Beindersheim und Lambsheim unter anderem Beleuchtung auf LED umgerüstet. Auch die Beteiligung an Balkonkraftwerken für VG-Bürger soll damit laut Dreyer finanziert werden.
Kreishaussanierung aus Kipki-Mitteln
Die Verbandsgemeinde Leiningerland hat ihren Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 915.000 Euro bereits Ende Mai von Wirtschaftsstaatssekretärin Petra Dick-Walther (FDP) erhalten. Damit sollen ebenfalls unter anderem PV-Anlagen installiert, Balkonkraftwerke gefördert und Straßenbeleuchtung auf LED umgerüstet werden.
Auch Klimaschutz- und Umweltministerin Katrin Eder (Grüne) übergab am Donnerstag einen Förderbescheid. Der Landkreis Bad Dürkheim erhielt von ihr fast zwei Millionen Euro, um damit bis Ende Juni 2026 zwölf Klimaschutz-Projekte umzusetzen. Größter Posten ist mit rund 342.000 Euro die Dach- und Fassadenbegrünung des Kreishauses. Das Dach der Kreisverwaltung soll zudem für 273.000 Euro energetisch saniert werden. Der Fuhrpark des Kreises wird für knapp 300.000 Euro aufgestockt, die Fahrzeugstandorte bekommen außerdem für 150.000 Euro Fotovoltaikanlagen, Stromspeicher und Wallboxen.