Bobenheim-Roxheim Glasfaserausbau: Glasfaser Plus macht Ernst

Die Telekom – in Gestalt der Glasfaser Plus –macht der Deutschen Giganetz beim Thema Glasfaser schon seit längerer Zeit Konkurre
Die Telekom – in Gestalt der Glasfaser Plus –macht der Deutschen Giganetz beim Thema Glasfaser schon seit längerer Zeit Konkurrenz.

Die Glasfaser Plus GmbH kündigt per Pressemitteilung an, Mitte des Jahres in Bobenheim-Roxheim mit dem Glasfaserausbau beginnen zu wollen. Die Deutsche Giganetz GmbH als Vertragspartner der Gemeinde will dagegen jetzt mit der Vermarktung und erst 2025 mit der Glasfaserverlegung beginnen. Ein offener Konkurrenzkampf bahnt sich an.

Wie in unserer Ausgabe am 5. April berichtet, bedeutet das, dass zwei Unternehmen parallel in Bobenheim-Roxheim einen Glasfaseranschluss anbieten wollen, somit schon eine Konkurrenzsituation entsteht. Deshalb, erklärte eine Giganetz-Sprecherin seinerzeit auf Nachfrage, werde das Unternehmen bei einer Bautätigkeit eines Wettbewerbers „eine neue Bewertung der Gesamtsituation vornehmen“ – was immer daraus folgen mag, ließ sie offen.

Die Glasfaser Plus GmbH ist ein gemeinsames Unternehmen der Deutschen Telekom und eines australischen Rentenfonds. Seit vergangenem Jahr wirbt das Unternehmen in Bobenheim-Roxheim um Glasfaserkunden. Jetzt will es rund 5100 Haushalte im Ort einschließlich Bobenheim-West und Nonnenhof an das Glasfasernetz anschließen. Glasfaser Plus schließt in der Ankündigung also ausdrücklich Gebiete ein, die sie ursprünglich bei Verhandlungen mit der Gemeinde ausgeschlossen hatte.

Das aber war für den Gemeinderat einer der Gründe, den Zuschlag letztlich zugunsten der Deutschen Giganetz GmbH zu vergeben, deren Hauptinvestoren ein Vermögensverwalter im Besitz der Deutschen Bank AG und ein britischer Infrastruktur-Investmentmanager sind.

Glasfaser Plus hatte kurz nach dieser Vereinbarung verkündet, nun doch die von der Gemeinde gewünschten Gebiete ausbauen zu können. Dieser Ausbau erfolgt der Mitteilung zufolge zusammen mit dem Bauunternehmen Gercotronic, das moderne Baumethoden anwenden soll, „sodass die Beeinträchtigung der Bürger auf ein Mindestmaß beschränkt wird“. Vorvermarktungsquoten, also Vertragsabschlüsse vor einem Tätigwerden, schließt Glasfaser Plus dabei aus. Heißt: Der Ausbau werde unabhängig von der Anzahl der Anschlussverträge stattfinden. Der Anschluss sei während der Ausbauphase für den Kunden kostenlos, er müsse lediglich einen Glasfasertarif bei einem Anbieter abschließen. Der wiederum, erklärt Glasfaser Plus, kümmere sich um alle weiteren Genehmigungen und Details.

Das Glasfasernetz werde zwar allen Telekommunikationsanbietern zur Verfügung gestellt, betont Glasfaser Plus, sodass die Bobenheim-Roxheimer die freie Wahl eines Anbieters haben sollen. Allerdings hat die Telekom ihrerseits schon Monate vor der offiziellen Verkündung, in Bobenheim-Roxheim ausbauen zu wollen, um Kunden für ihre Tarife in Kombination mit dem Ausbau durch Glasfaser Plus geworben. In diesem Frühjahr kam dann noch eine groß angelegte Werbekampagne an verschiedenen Stellen im Ort dazu.

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