Pirmasens RHEINPFALZ Plus Artikel Neues Baugebiet Am Rehbock in Fehrbach

An dieser Stelle soll die Straße Am Rehbock in das verwilderte Wiesengelände erweitert werden.
An dieser Stelle soll die Straße Am Rehbock in das verwilderte Wiesengelände erweitert werden.

In Fehrbach steigt die Baulust. Die CDU im Ortsbeirat wünscht sich eine Erweiterung des Baugebiets Am Rehbock. Dabei stößt ein neues Verfahren auf Zustimmung.

Zur Vergrößerung des Neubaugebietes Am Rehbock in Fehrbach ist der dritte Bauabschnitt in der Seitenstraße des Pirmasenser Weges angedacht. Laut Ortsbeiratsmitglied Peter Schwarz (CDU) ist der 2021 fertiggestellte zweite Abschnitt sehr zügig bebaut worden, obwohl die Bedingungen mit Corona und dem Ukrainekrieg nicht optimal waren. „Wir brauchen ein Angebot für junge Familien. Es gibt keine Baulücken mehr im Ort“, stellte Schwarz klar. Das sieht auch Oberbürgermeister Markus Zwick (CDU) so. „Wir haben Bedarf an Bauland in Pirmasens“, sagte er. In anderen Vororten sei jüngst ebenfalls neues Bauland ausgewiesen worden. So beispielsweise in Windsberg am Emmersberg. Die Vorplanung für den dritten Bauabschnitt Am Rehbock liege seit 2019 vor.

Während der zweite Bauabschnitt als Sackgasse und Seitenstraße zur Straße Am Rehbock als Albert-Bastian-Wegs realisiert wurde, soll nun die Verlängerung der Straße Am Rehbock folgen. Das erläuterte Karsten Schreiner, Leiter des Stadtplanungsamtes, jüngst in der Ortsbeiratssitzung. Die Verwaltung werde mit dem Kauf aller relevanten Grundstücke beginnen, sobald die Ankäufe für die anderen schon weiter gediehenen Baugebiete beendet seien, kündigte er an, möglichst noch in diesem Jahr. Falls sich ein Grundstücksbesitzer weigere zu verkaufen, bestehe die Möglichkeit einer Umplanung.

Eventuell höherer Aufwand wegen Artenschutzes

Ortsvorsteher Christian Mühlbauer (CDU) ist zuversichtlich hinsichtlich eines schnellen Baubeginns. Er begrüßt die neue Strategie, bei der Grundstücke angekauft und dann an Familien verkauft werden. So werde viel schneller Bauland realisiert, als wenn noch nach dem alten Verfahren mit Umlegungen gearbeitet werde. Zumal dann auch wirklich Bauwillige an Grundstücke kämen, während bei der anderen Methode viele Grundstücke jahrzehntelang brachlägen. So sei es beim ersten Bauabschnitt Am Rehbock gewesen. Dort gebe es immer noch unbebaute Grundstücke, die sich Familien für die Kinder oder Enkelkinder gesichert hätten.

Für das Planverfahren müsse mit drei Jahren gerechnet werden, erklärte Schreiner. Der nächste Bauabschnitt geht in ein ökologisch wertvolles Gelände mit vielen Obstbäumen und „strukturreichen Flächen“. Nach Einschätzung des Fachmanns muss dort wegen des Artenschutzes ein höherer Aufwand betrieben werden. Doch das könne sich ändern, denn es sei ein Gesetz geplant, mit dem bisherige Auflagen gestrafft werden sollen.

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