Pirmasens
Am Emmersberg: Spatenstich für neues Baugebiet
Wohnen im Grünen mit städtischer Infrastruktur vor der Haustür: Mit diesen Worten wirbt die Stadt für ein Neubaugebiet im Pirmasenser Ortsbezirk Windsberg. Bei der Erschließung geht die Stadtverwaltung neue Wege. Das Interesse nach geeigneten Bauplätzen in Windsberg hat den Verantwortlichen zufolge zuletzt das Angebot überstiegen. Deshalb hatten die politischen Gremien beschlossen, „Am Emmersberg Süd“ ein Neubaugebiet zu ermöglichen.
Dabei gibt es einen kleinen, aber bedeutenden Unterschied zu anderen Neubaugebieten: Nicht die Stadt Pirmasens erschließt das Areal, sondern ein privater Bauträger in Eigenregie. Das Unternehmen kann deutlich flexibler und kostengünstiger agieren als eine Kommune. Diese ist an aufwendige wie zeitintensive Ausschreibungen und Vergabeverfahren für die Bauleistungen gebunden. Die Stadt vertraut dabei auf die in Kaiserslautern ansässige Firma Immo 150 PmS GmbH & Co. KG, eine Schwesterfirma des Bauunternehmens FK Horn. Über das Areal Am Emmersberg wurde schon lange diskutiert, wenn es um ein mögliches Neubaugebiet für Windsberg ging. Allerdings gab es ein Problem. Für die Stadt war es schlichtweg nicht wirtschaftlich, dort eine solche Fläche zu erschließen.
Rund zwei Millionen Euro investiert der Entwickler nach eigenen Angaben in das Projekt. Voraussichtlich bis Ende des Jahres sollen die Arbeiten laut einer Mitteilung der Stadtverwaltung abgeschlossen sein. Dem vorausgegangen ist ein kooperatives Modell des Baulandmanagements. Bei diesem Prozess hat die Stadt die Akquise der notwendigen Flächen aktiv begleitet und moderiert. Die Planungszeit für die Aufstellung des Bebauungsplans hat rund drei Jahre in Anspruch genommen.
Das Plangebiet liegt am südöstlichen Ortsrand in Richtung Gersbach und umfasst eine Fläche von rund 2,1 Hektar, die bisher landwirtschaftlich genutzt wurden. Auf dem Areal sollen 24 Bauplätze entstehen. Die Hälfte davon sei für eine Bebauung mit Doppelhäusern geeignet. Die einzelnen Parzellen sind zwischen 559 und 788 Quadratmeter groß. Für deren originäre Bebauung sind die künftigen Bauherren verantwortlich. Erlaubt sind maximal zwei Wohneinheiten und zwei Geschosse. Die maximale Firsthöhe liegt bei zehn Metern. Jedes Baugrundstück wird mit Strom, Wasser und Telekommunikation (Glasfaser) erschlossen und an das öffentliche Abwassernetz angebunden.
Die Erschließung des Neubaugebietes erfolgt über eine Ringstraße mit Einbahnregelung, die an die Straße „Am Emmersberg“ anschließt. An der nordöstlichen Ecke der Ringstraße ist zusätzlich eine Stichstraße geplant. Diese soll perspektivisch eine Erweiterung des Gebietes ermöglichen.
