Coronavirus Weiterer Anstieg bei den Inzidenzen – Fünf weitere Menschen verstorben

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Für das Land Rheinland-Pfalz meldet das Landesuntersuchungsamt (LUA) am Mittwoch 1.376 neue laborbestätigte Infektionen mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) seit Dienstag. Damit steigt die Anzahl der bisher bekannt gewordenen Infektionen seit Beginn der Pandemie auf 202.494 landesweit. Sieben Menschen sind laut den LUA-Daten im Zusammenhang mit einer Infektion seit Dienstag als verstorben gemeldet worden, das sind 4145 seit Februar 2020. Die Anzahl der akuten Infektionen gibt das LUA mit 13.835 an. 11.216 Personen seien seit Beginn der Pandemie ins Krankenhaus gebracht worden. 184.514 Personen gelten als von der Infektion genesen.

Für die Pfalz wurden 569 neue Infektionen gemeldet. Die Anzahl der seit Beginn der Pandemie registrierten Fälle liegt damit für die Pfalz bei 75.077. Es werden außerdem fünf neue Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gemeldet. 1733 Menschen wurden damit seit Februar 2020 in der Pfalz als verstorben registriert. 67.495 Personen gelten als genesen. Akute Fälle gibt es derzeit 5849 in der Pfalz, 4222 Menschen mussten bisher wegen Covid-19 ins Krankenhaus.

Leitindikator 1: Sieben-Tage-Inzidenz

Die Sieben-Tage-Inzidenz – die Anzahl der neu bestätigten Infektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen – ist von Dienstag auf Mittwoch erneut gestiegen. Sie liegt nun bei 157,8. Der Kreis Germersheim hat weiter die höchste Inzidenz im Land, und er verzeichnet seit Dienstag einen weiteren Anstieg von 310,8 auf 335,6. Die Inzidenz bei den Unter-20-Jährigen liegt hier mittlerweile bei 1387. In einigen Städten und Landkreisen der Pfalz hat die Inzidenz allerdings vorerst auch etwas nachgegeben – ob es sich um einen vorübergehenden Effekt handelt, muss sich hier noch zeigen.

Leitindikator 2: Hospitalisierungsinzidenz

Die landesweite Hospitalisierungsinzidenz – also die Krankenhausfälle pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen – sank auf 3,5 (Dienstag: 3,9). Für die Warnstufen-Einordnung einzelner Kreise und Städte ist der Wert des zugehörigen Versorgungsgebiets maßgebend. Im Versorgungsgebiet Westpfalz (Donnersbergkreis, Kaiserslautern, Kusel, Pirmasens, Südwestpfalz, Zweibrücken) sank die Hospitalisierungsinzidenz am Mittwoch auf 3,4 (Dienstag: 3,8); im Versorgungsgebiet Rheinpfalz (Bad Dürkheim, Neustadt, Landau, Südliche Weinstraße, Frankenthal, Rhein-Pfalz-Kreis, Ludwigshafen, Germersheim, Speyer) sank der Wert leicht auf 4,8 (Dienstag: 4,9).

Leitindikator 3: Belegung Intensivbetten

Von den in Rheinland-Pfalz theoretisch verfügbaren Betten auf Intensivstationen waren am Mittwoch laut den offiziellen Daten 5,62 Prozent mit Covid-19-Patienten belegt (Vortag: 5,31 Prozent). Damit nähert sich dieser Wert der vom Land festgelegten Grenze von 6 Prozent, ab der für diesen Leitindikator die Warnstufe zwei gilt. In Kombination mit dem Leitindikator Inzidenz, der derzeit für fast die ganze Pfalz (außer die Städte Pirmasens und Zweibrücken und den Kreis Kusel) auf Warnstufe drei steht, ergäbe sich bei länger anhaltendem Intensivbetten-Anteil von 6 Prozent oder mehr die Warnstufe zwei für weite Teile der Pfalz, was etwas strengere Corona-Maßnahmen zur Folge hätte.

 

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Hinweise:

Quelle: Die aktuellen Corona-Zahlen werden jeden Tag vom rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerium aktualisiert und bereitgestellt. Auf dieser Grundlage aktualisiert die Redaktion täglich die Corona-Karten für die Pfalz. Wie das Ministerium auf seiner Internetseite informiert, entsprechen die Zahlen den laborbestätigten Fällen einer COVID-19 Erkrankung mit Meldeadresse in Rheinland-Pfalz, die über die Meldesoftware des Robert Koch-Instituts (RKI) gesammelt werden. Die Fälle in Rheinland-Pfalz werden von den jeweiligen Gesundheitsämtern über die Landesmeldestelle beim Landesuntersuchungsamt an das Robert Koch-Institut übermittelt. Die Zahlen beinhalten keine Schätzung der Dunkelziffer (nicht erkannte oder bestätigte Corona-Fälle).

Zahlen-Schwankungen: Hin und wieder kommt es laut der Pressestelle des Gesundheitsministeriums vor, dass die Gesundheitsämter Zahlen vom Vortag korrigieren müssen, weil eine Person zunächst einer falschen Stadt oder einem falschen Landkreis zugeordnet war. Deswegen kann es passieren, dass eine bestimmte Zahl niedriger als am Vortag ist. Auch am Wochenende werden nicht immer alle aktuellen Fallzahlen gemeldet. Desweiteren können die Angaben der Gesundheitsämter und die des LUA im Laufe eines Tages voneinander abweichen, weil unterschiedliche Datenbestände und Zeiträume betrachtet werden.

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