Wetter Gewitter und Starkregen: Feuerwehren müssen ausrücken

Eine braune Flutwelle wälzte sich durch einen Teil von Bad Sobernheim.
Eine braune Flutwelle wälzte sich durch einen Teil von Bad Sobernheim.

[Aktualisiert 8.30 Uhr] In der Pfalz nicht so heftig wie befürchtet, an manchen Stellen aber doch kräftig sind die Regenfälle und Gewitter ausgefallen, die für den Freitagnachmittag angekündigt waren.

Hatte es am Abend zuvor vor allem den Raum Kaiserslautern erwischt, gingen dieses Mal die heftigsten Regenfälle in der Vorderpfalz nieder. Für Landau meldete die Feuerwehr vier Einsätze infolge der Niederschläge. In Speyer gab es starken Hagel und Verkehrsbehinderungen. In Wachenheim schlug der Blitz in einen Mammutbaum. In und rund um Kaiserslautern musste die Feuerwehr ebenfalls mehrfach anrücken, weil Wasser in Keller lief und Fahrbahnen überschwemmt waren. Laut Polizeiangaben mussten einige Straßen gesperrt werden.

In Karlsruhe sorgte starker Regen und dadurch verursachtes Geröll für eine Überlastung der Kanalisation. Die Feuerwehr musste Gullydeckel entfernen, um ein Abfließen des Wasser zu gewährleisten.

Mit Sandsäcken im Einsatz war die Feuerwehr in Gernsbach (Landkreis Rastatt). Dort war die L78B mit Wasser überflutet, sodass die Feuerwehr durch die Sandsäcke das Regenwasser umleitete, um umliegende Häuser nicht zu gefährden.

An dieser Stelle finden Sie ein Video via YouTube.

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In Bad Sobernheim war sogar das örtliche Impfzentrum betroffen, da es nach Regen einen teilweisen Stromausfall gab. Die Impfungen gegen das Coronavirus konnten aber nach Angaben eines Feuerwehrsprechers nichtsdestotrotz fortgesetzt werden. Auch sei zu keinem Zeitpunkt die Kühlung der Impfstoffe gefährdet gewesen. Am frühen Abend herrschte über der Stadt denn wieder „Blauer Himmel wie am Mittelmeer“, so ein Feuerwehrsprecher.

In Braubach (Rhein-Lahn-Kreis) lief laut Feuerwehr eine Unterführung mit Wasser zu. Wegen eines umgestürzten Baumes sei zudem die Bundesstraße 42 bereits am Donnerstagabend zeitweise gesperrt worden. Ein Polizeisprecher in Koblenz sprach am Freitagnachmittag von umgestürzten Bäumen und überfluteten Kellern. Insgesamt seien die Unwetter aber nicht großflächig aufgetreten, sondern lokal begrenzt gewesen.

Auch im benachbarten Kamp-Bornhofen gab es vollgelaufene Keller, umgestürzte Bäume, überspülte Straßen und einen Hangrutsch, wie ein Sprecher der Polizei sagte.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach erwartet laut Mitteilung für Samstag wieder Starkregen, allerdings weniger verbreitet als am Donnerstag und Freitag.

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