Neustadt
Kita Pestalozzistraße: So läuft es auf der Baustelle
178 Kinder und damit 66 mehr als bisher sollen künftig in der städtischen Kita Pestalozzistraße am Ortsrand in Lachen-Speyerdorf betreut werden. Die Einrichtung wird um drei auf dann acht Gruppen erweitert. Rund vier Millionen Euro werden dafür investiert. Ein Großprojekt für die Stadt. Noch dazu eines, das anfangs umstritten war. Aber nicht wegen der Baupläne, sondern wegen der Gestaltung der Zufahrt. Letztlich wurde aber alles geregelt und die Gremien stimmten zu.
Also konnten Anfang 2024 die Arbeiten am Projekt starten. Alles nahm seinen gewünschten Gang. Ehe Ende August doch wieder Turbulenzen auftraten: Ein Tornado zog in einem kleinen Bereich durch Lachen-Speyerdorf und drückte eine Mauer des Neubaus komplett um. Zum Glück war das an einem Sonntag passiert, sodass keine Menschen auf der Baustelle waren und in Gefahr gerieten. Allerdings führte der Zwischenfall dazu, dass sich die Arbeiten verzögerten, da vieles noch einmal neu gemacht werden musste.
Im Prinzip entsteht eine weitere Kita
„So etwas habe ich auf einer Baustelle noch nie erlebt“, sagt Nina Heeskens, Abteilungsleiterin Bauprojekte und Brandschutz, als sie die RHEINPFALZ zu einer kleinen Baustellenbesichtigung empfängt. Die Projektleitung hat ihre Kollegin Johanna Jung. Auch sie sagt beim Blick zurück: „Wir sind froh, dass dies die einzige Störung beim Projekt blieb.“ Denn außer dem Zeitverlust wegen der Tornado-Folgen laufe seither auf der Baustelle alles reibungslos. Schon von weitem ist der Anbau gut erkennbar. Im Prinzip entsteht eine weitere Kita, die an die bestehende angedockt wird. „Bei so einem Projekt wächst alles mit“, betont Heeskens. Denn man baue nicht nur drei Gruppenräume an, sondern sorge auch für zusätzliche Funktions-, Personal-, Sanitär- und Schlafräume. Hinzu kommt eine neue Küche, sodass dann künftig vor Ort frisch gekocht werden kann – bisher wird das Essen angeliefert und erwärmt.
Jung sieht die Baustelle für den Winter gerüstet: „Der Rohbau steht, da sind nur noch Kleinigkeiten zu machen.“ Ebenfalls schon fertig: die Dachbegrünung und die Montage der Photovoltaikanlage. Jetzt werden noch der Außenputz angebracht und die Fenster abgedichtet, alle weitere Arbeiten der Handwerker finden dann im Gebäude statt. Beim Rundgang mit Heeskens und Jung zeigt sich: Vieles ist bereits vorbereitet. Elektroleitungen sind erkennbar. Jetzt geht es darum, dass alles auch fertig wird. Ab April 2025 soll der Anbau dann von der Kita genutzt werden können.
Zusätzlicher Spielplatz
Die Lage ist schön, die Kinder schauen von den Räumen in die Felder. Ein neuer Spielbereich wird zusätzlich noch angelegt, sodass die Kita-Kinder künftig zwei Spielplätze haben werden, außerdem entsteht zwischen Alt- und Neubau ein neuer Eingangsbereich. „Bäume für Schatten werden auch noch gepflanzt“, sagt Jung. Heeskens freut sich, dass das Projekt nun auf so einem guten Weg ist. Denn die Stadt habe über ein passendes Grundstück direkt an der alten Kita und in Nachbarschaft zur Grundschule verfügt: „Und der Bedarf an weiteren Plätzen ist ja da.“
Lachen-Speyerdorfs Ortsvorsteherin Fabienne Gerau-Frisch verfolgt das Projekt ebenfalls mit Spannung und Vorfreude. Ihre kleine Tochter wird in der Kita Pestalozzistraße gerade eingewöhnt, ihre große Tochter wird dort schon länger betreut. „Ich bekomme die Baustelle also jeden Tag mit.“ Gerau-Frisch lobt die Arbeit der Stadtverwaltung. Alles laufe zügig und gut ab, die Einschränkungen für den Kita-Alltag seien gering – „und können für solch ein Projekt auch in Kauf genommen werden“. Sie freue sich schon auf die Einweihung: „Denn die Plätze werden im Ort gebraucht, und alles ist dann sehr modern.“