Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Hetzelstift: Kaum ungeimpftes Personal

Im Marienhaus Klinikum Hetzelstift gibt es auch eine Impfambulanz.
Im Marienhaus Klinikum Hetzelstift gibt es auch eine Impfambulanz.

Das Neustadter Marienhaus Klinikum meldet eine „geringe zweistellige Anzahl“und befürchtet keinen Personalmangel wegen der Impfpflicht.

96 Prozent der insgesamt 13.000 Mitarbeitenden der Marienhaus GmbH sind gegen Corona geimpft. Der Prozentsatz im Marienhaus Klinikum Hetzelstift liegt etwas darunter. Darüber hat die Zentrale mit Sitz in Waldbreitbach auf RHEINPFALZ-Anfrage informiert.

Die Angaben beziehen sich laut Marienhaus-Gruppe auf alle Mitarbeitenden, also auch auf das Personal in Verwaltung, Reinigung, Küche, Service. Wichtig sei, dass sich unter den insgesamt knapp vier Prozent ungeimpften Mitarbeitenden auch gerade Genesene oder Schwangere befänden sowie Kollegen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden könnten. Somit sei die Quote der „echten“ Impfverweigerer noch geringer. Zum Hetzelstift sei dem Gesundheitsamt Bad Dürkheim „eine geringe zweistellige Anzahl an ungeimpften Personen“ gemeldet worden. Diesen Erfolg führt die Marienhaus GmbH unter anderem auf ihre Aufklärungsarbeit sowie ein frühes und dauerhaftes Impfangebot zurück.

Nur einzelne Kündigungen

Bislang hat es laut Marienhaus GmbH nur einzelne Kündigungen unter den 13.000 Mitarbeitenden gegeben. Dass der Träger selbst Mitarbeitenden kündige, sei nicht vorgesehen, allerdings werde sich die Gruppe natürlich den gesetzlichen Vorgaben entsprechend verhalten. Personalengpässe, weil Mitarbeitende sich auch weiterhin nicht impfen lassen wollten und daher jetzt kündigten, würden auch am Hetzelstift nicht erwartet. Alle Betroffenen seien frühzeitig darauf hingewiesen worden, dass mit der Untersagung der Berufsausübung durch das Gesundheitsamt der Arbeitgeber nicht verpflichtet sei, den Lohn und die Sozialbeiträge weiter zu zahlen.

Zwar ist die Marienhaus-Gruppe davon überzeugt, „dass die Impfung der einzige Weg ist, die Pandemie und die damit einhergehenden gesundheitlichen Risiken in den Griff zu bekommen sowie die Einschränkungen im Alltag verantwortungsbewusst zu reduzieren“. Eine Impfpflicht für genau jene Gruppe, die sich seit gut zwei Jahren aufopfernd der Viruserkrankung in den Weg gestellt habe, wird aber kritisch gesehen. Hingegen blieben Lehr- oder Erziehungskräfte, „um nur ein Beispiel zu nennen“, außen vor.

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