Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Deutsche Bahn: Im ICE gibt es nun Pfälzer Riesling

Hans-Christoph Stolleis
Hans-Christoph Stolleis

Der Neustadter Winzer Hans-Christoph Stolleis hat von der Bahn den Zuschlag bekommen und ist mit einem Riesling nun zwei Jahre lang auf der DB-Weinkarte zu finden.

Für Hans-Christoph Stolleis geht es gerade Schlag auf Schlag. Erst ist er mit seinem Weingut vom Magazin „Der Feinschmecker“ deutschlandweit zur „Entdeckung des Jahres“ gekürt worden, nun ist auch die Deutsche Bahn auf ihn aufmerksam geworden. Wie Stolleis mitteilt, wird sein Riesling zwei Jahre lang auf der Weinkarte der Deutschen Bahn stehen und in allen Intercity- und ICE-Zügen sowie in den DB-Lounges ausgeschenkt werden.

„Das ist eine tolle Geschichte“, sagt ein stolzer Hans-Christoph Stolleis, dessen Weingut in der Kurpfalzstraße direkt im Grenzbereich von Gimmeldingen und Mußbach zu finden ist. Das Deutsche Weininstitut (DWI) habe die Blindverkostung gemeinsam mit der Deutschen Bahn in einem zweistufigen Verfahren organisiert. 200 Betriebe haben daran teilgenommen. Am Ende war Stolleis einer der vier Gewinner – außerdem gibt es noch einen rheinhessischen Grauburgunder, einen Sekt aus Württemberg sowie einen Rotwein vom Kindenheimer Weingut Neiss. „Der Vertrag läuft nun für zwei Jahre, es gibt eine Option für ein weiteres Jahr“, sagt Stolleis.

Per Etikett zum Weingut-Video

Sein Riesling wird in den Zügen in 0,25-Liter-Flaschen angeboten. „Dafür gibt es Extra-Abfüllungen“, erklärt Stolleis. Er arbeite dafür mit einem Abfüllbetrieb zusammen, denn „das würde die Dimensionen bei uns sprengen“. In der ersten Runde wurden 100.000 Flaschen ausgeliefert. Pro Jahr liefere er 200.000 dieser Riesling-Flaschen an die Bahn, erklärt Stolleis. In diesem Jahr soll alles aus eigenen Trauben bestehen. Doch die Menge sei so groß, dass er im nächsten Jahr auch Bio-Trauben von Neustadter Kollegen dazu kaufen werde. „Die werden wir dann selbst ernten und ausbauen“, so Stolleis. Aber in der jetzt geforderten Kürze der Zeit könne er die eigene Menge nicht entsprechend steigern. „Dazu ist der Weinbau zu langsam.“

Stolleis ist froh und stolz über den Zuschlag der Deutschen Bahn. An der Seite der kleinen Flaschen sei der Stolleis-Schriftzug platziert. „Für uns ist das eine tolle Sichtbarkeit und tolle Möglichkeit, neue Privatkunden anzusprechen“, erklärt der Winzer. Übers Etikett auf den Flaschen würden Kunden zu einem Video geführt, „in dem ich etwas über mich, den Wein und das Weingut erzähle und auch sage, warum ein Abstecher mit der Bahn nach Neustadt lohnt – gerade auch, wenn bald die Landesgartenschau hier stattfindet“.

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