Hassloch
Baustart im Frühjahr: Wie das Industriegebiet Süd vor Hochwasser geschützt werden soll
Zwei Dämme sollen das Industriegebiet Süd künftig vor Überschwemmungen schützen und einem möglichen Jahrhunderhochwasserereignis von Speyer- und Rehbach standhalten. Die Genehmigung erfolgte per Planfeststellungsbeschluss im Oktober 2024. Der größere Damm mit einer Länge von 310 Metern und einer Höhe von 1,20 Metern wird von der Obermühle am westlichen Rand des Industriegebiets entlang nach Süden verlaufen. Der kleinere Damm, 60 Meter lang und 90 Zentimeter hoch, wird zwischen dem südlichen Rand des Industriegebiets und der Kreisstraße 14 entstehen.
Bereits im Februar 2025 wurden als vorbereitende Maßnahme an den Rändern des Industriegebiets Süd Bäume gefällt. Die Rodungsarbeiten seien erforderlich, weil für die Errichtung standfester Dämme und die Verlegung des parallel verlaufenden Grabens im Westen Baufelder erforderlich seien, erklärte die Gemeindeverwaltung damals auf Anfrage. Im Westen sei ein etwa 20 Meter breites Baufeld erforderlich, im Süden ein etwa 15 Meter breites. Im Süden des Industriegebietes sollten 3500 Quadratmeter Fläche – davon etwa 2900 Quadratmeter Wald – gerodet werden. Im Westen des Industriegebietes sei die Fläche rund 7400 Quadratmeter groß, davon etwa 2600 Quadratmeter Wald. Die Rodungen haben bis Ende Februar 2025 stattgefunden, um den Vorschriften des Bundesnaturschutzgesetzes zu entsprechen.
Zuschuss von 60 Prozent
Aufgrund artenschutzrechtlicher Vorgaben war der Baubeginn an den Dämmen frühestens Mitte August 2025 geplant. Der Termin konnte jedoch nicht gehalten werden. Jetzt hat der Hauptausschuss mit einem einstimmigen Beschluss den Auftrag für den Bau der Hochwasserschutzdämme an die Firma Zehe Bau GmbH aus Burkardroth-Premich vergeben. Laut Verwaltung wurde der Auftrag für den Bau von zwei Hochwasserschutzdämmen öffentlich ausgeschrieben. Für den Bau der Schutzdämme hat das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität eine Zuwendung in Höhe von 60 Prozent bewilligt. Der Baubeginn wurde für dieses Frühjahr terminiert.
Weitere Schutzmaßnahmen im Westen zwischen Pfalzmühle und Obermühle sollen folgen. Dafür ist der Kreis Bad Dürkheim verantwortlich.